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Sandboden, die maͤhbar ſind, das meiſte Gruͤnfutter. Da die Ausſaat wohlfeiler iſt, wie die jedes andern Ge⸗ treides oder jeder andern Huͤlſenfrucht, ſo ſchickt er ſich auch deswegen gut als Futtergewaͤchs.
Zum Reifwerden ſollte man auf den Morgen nie mehr als zwoͤlf Metzen ſaͤen. Zu Gruͤnfutter kann man einen vollen Scheffel nehmen, weil er dann mehr vor die Senſe giebt.
Der rechte Zeitpunkt der Reife des Buchweitzens iſt ein wenig ſchwer zu beſtimmen, weil bald die erſten, bald die letzten Bluͤthen beſſere Koͤrner anſetzen. Ganz ohne Verluſt an Koͤrnern wird man ſelten durchkom⸗ men. Man muß daher die Ernte dann beginnen, wenn man die meiſten Koͤrner zu erhalten hoft, und muß ſich bei dem Aufbinden und beim Einfahren huͤten, ſehr mit dieſer Frucht zu reißen, weil die Koͤrner leicht abgehen.
Die Koͤrner des Heidekorns geben die allgemein beliebte Heidegruͤtze, die ein ſehr wohlſchmeckendes Ge— richt iſt. Aber auch als Pferdefutter, ferner fuͤr Maſt⸗ und Federvieh, iſt dieſe Frucht herrlich zu gebrauchen.
Daß man den gruͤnen Buchweitzen auf entfernten oder hochliegenden Feldern, wohin die Duͤngerausfuhr ſchwierig iſt, auch als Duͤngung unterpfluͤgen kann, habe ich ſchon an einem andern Orte geſagt. Man walzt ihn zu dem Ende nieder, wenn er in voller Bluͤthe ſteht und pfluͤgt ihn unter, wodurch das Land nun gleich zur
Saat gepfluͤgt iſt.


