Teil eines Werkes 
1 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 1
Entstehung
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XXX

arbeiteſt du? Werden deine Kinder auch die Fruͤchte deines Fleißes genießen?

Mit dem Hofedienſt gab es auch manche Ver⸗ druͤßlichkeiten. Bald kam Klage uͤber Euren Knecht, daß er gefaullenzt habe, ohne Euer Verſchulden. Bald mußtet Ihr Euch bei dem Dienſt von den Aufſehern Eures Herrn ſchnoͤde behandeln laſſen, ohne daß dieſer etwas davon wußte. Ihr konntet in Euren Wirth⸗ ſchaften Euch ſelten etwas ernſtlich vornehmen, weil Ihr nie wußtet, ob nicht ein Hofedienſt kommen werde, der Euch in Eurem Vorhaben ſtoͤrte.

Dies alles faͤllt jetzt weg. Ihr habt in Zukunſt nur blos fuͤr Euch zu ſorgen, und koͤnnt auf Euren Grundſtuͤcken anfangen, was ihr wollt.

Ein Landmann, dem die Vorſehung ein Guͤtchen verlieh, auf welchem keine druͤckende Laſten ruhen, kann ſich vor allen andern Menſchen im Lande gluͤck⸗ lich preiſen. Er iſt bei ſeinen Geſchaͤften faſt immer in der freien Natur, die ſo viele Gelegenheiten dar⸗ bietet, den Menſchen aufzuheitern.

Wmahr iſts wohl, daß bei den laͤndlichen Geſchaͤf⸗ ten auch manche Beſchwerden zu ertragen ſind, Hitze und Kaͤlte, Regen und Staub. Wenn die Stadt⸗ leute noch feſt ſchlafen, hat ſich der Landmann ſchon einmal muͤde gearbeitet. Auch fehlt es nicht an Un⸗ faͤllen, die ihn treffen koͤnnen. Er kann ſein Vieh