XXIX ben in Wohlſtand verſetzt werden moͤgten. Nehmt daher, lieben Freunde, dies Buͤchlein gern und willig auf! Gebt es vorzuͤglich Euren jungen Leuten als Leſebuch fuͤr die langen Winterabende in die Haͤnde. Denn ob es gleich von den Verbeſſerungen handelt, die Ihr jetzt bei der neuen Einrichtung Eurer Wirth⸗ ſchaften anbringen koͤnnt, ſo enthaͤlt es doch auch zugleich einen Unterricht uͤber den Ackerbau und die Viehzucht uͤberhaupt.
Bei allen Kriegsdrangſalen lebt Ihr jetzt, Freunde, in einer gluͤcklichen Zeit gegen Eure Vorfahren. Alle Menſchen im Lande, Vornehme und Geringe, ſehen die Wichtigkeit Eures Standes jetzt mehr wie jemals ein, und preiſen Euch gluͤcklich, daß Ihr Euren Acker bauen koͤnnt. Glaubt mir, ich kenne die Herrlichkei— ten anderer Staͤnde ſo ziemlich, aber ich kann verſi⸗ chern, daß es mit der Gluͤckſeeligkeit derſelben eitel Gleisnerei und Schein iſt. Wie wohl iſt aber derje⸗ nige daran, dem die Vorſehung ein Stuͤck Land ver— lieh, auf welchem er ſeine Geſchaͤfte treiben und ſich und die Seinigen ernaͤhren kann.
So lange Eure Beſitzungen nicht Euer voͤlliges Eigenthum waren, konntet Ihr freilich die Freude nicht ſo recht uͤber Eurer Haͤnde Arbeit fuͤhlen. Es mußte Euch immer der Gedanke einfallen: fuͤr wen
—
— —————
—.—
4 8 6
—
—


