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19 den 70⁰ N. Breite erreicht, ſollen die Gerſte und die Kartoffel ſehr gut fortkommen. Ueber dieſe Region hinaus vertreten tro— ckene Fiſche, und ſelbſt noch dort in einigen Gegenden die Kar— toffeln die Stelle des Getreides*). So finden wir in ganz Eu— ropa von Hammerfeſt in Lappland an, unter 71⁰ N. B., auf Island und den Färöern, wie auf den niedern Plateau's von Indien, in China, Japan, auf den Suͤdſee-Inſeln, ebenſo in Neu⸗Holland und Neu⸗Seeland die Kultur der Kartoffeln ein— geführt; demnach ſie von den ſüdlichen Gegenden Amerika's bis nach Labrader, wie von der Spitze Afrika's bis nach Lappland⸗ zu einem der wichtigſten Nahrungsmittel der Menſchen geworden.
Ueberaus reichen Stoff zu belehrenden Betrachtungen gibt dieſe künſtliche Verbreitung der Kartoffeln. Bewundernswerth iſt die weiſe Vorſorge der Natur, welche beinahe allenthalben, beſonders aber im hohen Norden von Europa, die Kartoffeln mit der Gerſte gepaart, ſo die Moͤglichkeit mannigfaltigerer Benutzung beider Vegetabilien erzielt und deren Werth ungemein erhöht; denn keines der Cerealien wird vortheilhafter mit den Kartoffeln im Fruchtwechſel geſtellt; kein Getreide in zweckmäßigere Ver— bindung und Wechſelwirkung mit dieſen Wurzelknollen gebracht, um mehrere und nützlichere induſtrielle Erzeugniſſe hieraus ent⸗ ſtehen zu laſſen, namentlich ſchmackhaftere und gedeihlichere Nah⸗ rungsſtoffe, köſtlichere und preiswürdigere Getränke, vortreffliches Material zur mannigfaltigen Benützung fuüͤr Gewerbe und Künſte. Dieß ſind die wunderſamen Erzeugniſſe, welche die Diaſtaſe ge⸗ malzter Gerſte kraft ihrer Einwirkung auf das Amidon der Kar⸗ toffeln hervorzubringen im Stande iſt.
Gruppirung der Kartoffeln nach verſchiede— nen Eintheilungsgründen.
1. In Rückſicht ihrer Abſtammung und Herkunft, in:
a) urſprüngliche, b) abgeartete, c) einheimiſche, d) fremde, e) aus Setzlingen gezogene, f) aus Samen gezogene; oder: a) Amerikaniſche, b) Surinamiſche, c) Peruvianiſche, d) Engliſche, e) Irländiſche, f) Donnersberger, g) Geisberger u. d. m.
*) S. Schouw's Grundzüge einer allgem. Pflanzengeographie J. 1823. 2*


