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„00 der Organiſation nach den äußern Bedingungen des Pflanzenlebens, den 70
wodurch auch ihre erſtaunliche Ausbreitung über die Erde, vom ſar in Aequator bis über den Polarkreis, beinahe in jedem Boden, ſelbſt tene gi unter den fuͤr die Vegetation der Cerealien ungünſtigſten tellu— toffeln di riſchen, atmoſphäriſchen und klimatiſchen Verhältniſſen, bei der ge⸗ rin nt ringſten Mühe und dem kleinſten Koſtenaufwand, einzig möglich Fland 1 geworden, um auf eine unbegreiflich ſchnelle Weiſe, in ſo kurzer zndin Zeit, für ganze Welttheile das allgemeinſte Nahrungsmittel ab— Jar dol zugeben. geführt;
„.1.,. Lahr Zwar gedeiht der Mais im Hochlande Südamerika's bis zie 7200 Fuß über die Meeresfläche, iſt aber nur zwiſchen 3 bis zu en
6000 Fuß vorwaltend; in der Vegetationsgrenze von 6000 bis leber 9240 Fuß herrſchen die europäiſchen Getreide, in den niedri— dieſe kun gern Regionen(Gebieten) der Weizen, in den höhern der ſt die w Roggen, der Hafer und die Gerſte; jedoch in der Höhe von beſonders 9240 bis 12300 Fuß werden uur noch die Kartoffeln angebaut*). der Geiſt So finden wir dieſe Pflanze unter den Wendekreiſen 11388,466 beider Wien. Fuß über der Fläche des Meeres in Chile, und 1170,485 denn kei Wien. Fuß über der See, beinahe unter dem Aequator, um Quito in Fruht kultivirt**). bindung! Auf der ſkandinawiſchen Halbinſel wird der Weizen im Großen un mehre nur unterhalb 60°, im Kleinen bis zum 62— 640 angetroffen; ben zu während der Hafer bis 65 und 65 ½°ce, der Roggen bis 65 und rungöſbt 67° nördl. Breite ſteigt. Weiter hin zum höhern Norden, wo Matetial der Roggen nicht mehr fortkommt, gedeihen nur noch die Gerſte Dieß ſad und Kartoffeln. Um Tornea, am äußerſten Ende des Bottniſchen naßter( Meerbuſens und am linken Ufer des gleichnamigen Fluſſes, liegen vfeln her ausgebreitete Gerſtenfelder. Noch höher in Europa und zwar in Lappland, wo ungemein hoch gegen Norden die Polargrenze ſteigt, rupp *) In der Hochebene von Peru ſteigt die Gerſte und der Roggen gewiß nur ſelten über 10,000 Fuß hinan, wenn ſie nämlich reife Früchte 1. J1 tragen ſoll,—ſagt Meyen,— und den Hafer habe ich am See von Titicacea in der Höhe von 12,700 Fuß reifen ſehen.(S. Meyen's 2) Grundzüge der Pflanzengeographie. J. 1836.) 6) aus **) S. Humboldt: Tableau physique p. 142, und Essai politique. T. b 3. Um ſo ſonderbarer iſt es, daß die Kartoffeln in Japan vnach 1) Uner Thunberg's Bericht« ſich nicht gut kultiviren laſſen, und keinen*) Ixlan guten Geſchmack haben. Crescit(Solan. tuberos. rarius prope Nagar 3 eultum— ſind ſeine Worte— sed non facile hic propagatur, neque
admodum grati fit saporis.(V. Thunberg. Flor. Japo. 1784.)*) 8.8


