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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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Längs dem ganzen Hauptbewäſſerungsgraben iſt, wie Nro. 31 zeigt, da, wo deſſen Aufwurf oder die Böſchung mit dem Wie ſengrunde zuſammenſtößt, eine Bewäſſerungsgrippe angebracht, welche vorzüglich dazu dient, auch den oberſten Plätzen, wo die ſpäter anzulegenden horizontalen Grippen nicht mehr hinreichen, Bewäſſerungswaſſer zuzuführen. An einigen Stellen hat dieſe pa rallel mit dem Bewäſſerungsgraben laufende Grippe etwas be ufert werden müſſen, damit das Waſſer nicht blos an einer Stelle allein ausufert, ſondern ſich überall gleichmäßig vertheilt.

Dieſe Zuleitungsgrippen ſind von 10, höchſtens 12 Breite und von Raſendicke ausgeſtochen worden.

Diejenigen Zuleitungsgrippen, welche unmittelbar auf den Hauptbewäſſerungsgraben ſtoßen, ſind durch viereckige bretterne, mit Schleuſen verſehene Truhen, welche in die niedrigſte Seiten wand der erhöhten Waſſerleitung eingelegt worden, mit dem in derſelben befindlichen Bachwaſſer in Verbindung geſetzt und kön nen durch dieſelbe das nöthige Bewäſſerungswaſſer erhalten. Meh rere andere Zuleitungsgrippen dagegen empfangen dasſelbe erſt durch beſondere Aufbaue, Stauungen, oder vermittelſt anderer Zu leitungsgrippen, welche mit ihnen in Zuſammenhang gebracht ſind, wo dann nur das obere Ende der letztern in jenen Hauptbewäſ⸗ ſerungsgraben oder eine Nebenleitung mündet. Auch hierüber giebt der Plan das Nähere an.

Jene Truhen werden aus Brettern, welche im Viereck zuſam⸗ men genagelt ſind, gefertigt. Je nachdem die Böſchung oder der Damm, durch welche ſie treten ſollen, breit iſt, ſind ſie auch kürzer oder länger, und ihre Weite im Lichten richtet ſich nach der Waſſer maſſe, welche durch die Röhre laufen ſoll. Bei der hieſigen Anla ge ſind jedoch alle gleich angefertigt worden und erhielten eine Höhe von 6 7, eine Breite von 8 9 und eine Länge von 4 auch 5. Da aber die Böſchung oder Auffuhr des Be wäſſerungsgrabens, wie es der beiliegende Plan ausweiſ't, an man chen Orten 1, 2, 3, auch bis 40 betrug, und man keineswegs beabſichtigt, auf der ganzen Böſchung dieſe Truhen durchzuführen, ſo ließ ich vom Auslaufe eines derſelben über die ganze Böſchung, hauptſächlich aber in der Gegend beiſ c, aus Raſen 4 Zoll tiefe Gräbchen anfertigen, welche mit der dem Hauptgraben parallel laufenden Grippe in Verbindung gebracht wurden. Die vorn an einer ſolchen Truhe angebrachte Schütze dient dazu,

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