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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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riller

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bſchnill.

Bewäſſerungsvorrichtung der in Tafel IV angeführten und zum Vorbilde gewählten Lukawitzer Wieſe, unter dem Luka⸗ witzer Meierhofe.

Angabe des Gefälls und Anlage der Hauptbewäſſe⸗ rungsgräben.

Die erſte Arbeit bei dieſer Bewäſſerungsvorrichtung der ge nau 59 nied. öſterr. Metzen enthaltenden Wieſenfläche war die Auffin dung des Punktes, wo das Waſſer möglichſt an der Sohle des Baches gefangen und von da alle Höhenpunkte der Wieſe beherr ſchend dieſer zugeführt werden konnte. Dieß war hier die ſchwie rigſte Aufgabe, weil, wenn ich, wie Tafel IV zeigt, das Waſſer durch einen bedeutenden Schleuſenbau bei a aufzufangen mich be müht hätte, um die Höhe von 18 bis 20 über dem Horizont der Wieſe zu erreichen, das Waſſer beiderſeitige Ufer bis zur gegenwär tigen Hauptſchleuſe b überſchritten und die links und rechts befind lichen, theils Dominikal-, theils Ruſtikalgründe rein zu einem See umgeſchaffen hätte. Die Unausführbarkeit dieſes Auffangpunktes er kennend, ging ich mit dem Nivellement weiter, bis ich endlich bei b (um den Schleuſenbau nicht direkte auf einem Ruſtikalgrunde her ſtellen zu müſſen) einen Punkt fand, wo ich nur 6 zu ſtauen hat te, um mit dem Waſſer die gänzlich unterhalb gelegene Wieſe be herrſchen zu können.

Eine Stauung des Waſſers von 6 mag vielleicht den meiſten der geneigten Herren Leſer als eine Kleinigkeit vorkommen, und

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