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ſonders durch das Zerwühlen von Mäuſen und Maulwürfen, Repa— ratur bedürfen, es kann ihm aber leichter geholfen werden, als den bloßen Erddämmen, ſo wie denn auch ſchon die Vegetationskraft der im Raſen befindlichen Pflanzen mithilft.
Ich werde hier noch kurz beſchreiben, wie man bei der Anlage eines Raſenbaues zu verfahren hat und worauf man beſonders dabei Rückſicht nehmen muß, da es keineswegs gleichgiltig iſt, wie wie man es vollbringt.
Ich nehme alſo an, daß die in Tafel I, Fig. 1, von v nach f zu führende Waſſerleitung auf dieſe Art gebaut werden ſoll.
Die Arbeit kann entweder am Anfange der zu führenden Waſ— ſerleitung, nämlich bei x, oder auch am untern Ende derſelben bei f angefangen werden; man könnte ſogar an mehrern Stellen zugleich beginnen. Vortheilhaft iſt es meiſtens am oberſten Ende anzufangen. Ueberhaupt iſt es gut, wenn man auf der ganzen Länge der zu bauenden Linie Pfähle einſchlagen läßt, die ſo weit eingetrieben werden, als durch das Nivellir-Inſtrument die Höhe der Sohle, des Bordes oder Grabens beſtimmt worden iſt.
Durch dieſes Verfahren beugt man Irrungen vor, die wäh— rend der Arbeit leicht vorkommen können; auch verſchafft man den Arbeitern feſte Anhaltungspunkte, nach welchen ſie beſtim— men können, ob ſie nicht von der rechten Bahn abgewichen ſind, und wenn dieß wirklich geſchehen iſt, leicht wieder einlenken können. Man darf nicht Zeit noch Mühe ſparen, die bereits abgewogene Sohle einer oftmaligen Controle zu unterwerfen, daoft, theils durch Bosheit oder auch ſelbſt Unachtſamkeit der Arbeiter, einer oder der andere der Niveau⸗Punkte aus ſeiner feſten Lage kommt, wodurch Nachtheile her— beigeführt werden, deren Beſeitigung gewöhnlich große Opfer koſtet.
Will man die Arbeit am obern Ende beginnen, ſo brauche ich wohl kaum zu erwähnen, daß man mit der Aufbauung des Grabens nicht gleich bis in den Bach bei x gehen darf, da ſonſt das Waſſer in die neue Waſſelleitung tritt und die Arbeiter da— durch beläſtigt werden, ſondern daß man ſo viel Grabenweite un— gebaut laſſen muß, als nothwendig iſt, das Waſſer abzuhalten. Erſt wenn die ganze Leitung fertig gebaut iſt, holt man den noch ungebauten Theil nach und führt dann auch zu gleicher Zeit den Schleuſenbau aus. Während dieſer Arbeit iſt es nothwendig, daß das Waſſer des Baches nach einem andern Orte hingewieſen wird, damit dasſelbe der Arbeit nicht hinderlich werde.
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