Druckschrift 
Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
Einzelbild herunterladen

bezeichne⸗ ſondem des Ba⸗

nae deſel⸗

wohin die mngenon⸗ unter der 6, und Sohle und g uug des wo die e Sohle haber, da hier ier bei ieſelbe wie⸗ bei unkte,

auer⸗ kom⸗ nehr Seite t zu nun urch

an,

ließe ſich z. B. im vorliegenden Falle allenfalls die Einrichtung tref fen, daß auf eine jede Diſtanz 2 von der Höhe des obern Bordes der Beuferung abgebrochen würden, ſo daß in f der Bord nur noch 4 Höhe hätte.

Es ſind übrigens bei dieſer Art von Bauten ſehr mannichfal tige Fälle denkbar, bei denen man durch eigenes Nachdenken ſich eine paſſende Verfahrungsart ausmitteln muß. Ich glaube kaum, daß Jemand auf der Meinung beharren wird, es ließe ſich ſtets durch Einzwängung und ſtarke Aufſtauung eines Baches oder Fluſ ſes das Waſſer in einem gewöhnlichen Graben fortleiten und man könne ſich daher den Koſtenaufwand einer ſolchen Beuferung er

ſparen.

Hat ein ſolcher Graben das nöthige Gefälle und wird dieſes durch keine Oertlichkeit unterbrochen, ſo erleidet jene Behaup tung gar keinen Zweifel; da aber, wo dieſes nicht der Fall iſt, bleibe ich feſt bei dem Satze, daß die beuferten Waſſerleitungen das nothwendigſte Requiſit einer geregelten Bewäſſerung ſind.

Was die Herſtellung und Anfertigung dieſer beuferten Waſ ſerleitungen betrifft, ſo könnte man, wenn man die Sache nicht aus Erfahrung kennt, ſehr leicht veranlaßt werden, zu glauben, daß dieſelben weiter nichts erfordern, als in ganz einfacher Art den Boden herbeizuführen und damit die Verwallung oder das Ufer zu ſchaffen, nachdem man die etwa zu erhöhende Sohle aufgebaut hat. Auch werden hier und da Fälle vorkommen, wo man mit dieſer einfachen Arbeit ausreicht; nur müſſen dann noch die innern Sei tenwände mit Raſen belegt werden, damit das Wegſpülen des locker aufgeſchütteten Bodens verhütet wird. Oft reicht man auch an Stellen, wo die beuferte Waſſerleitung eine Höhe durchſchneiden muß, mit einem in der Erde gezogenen Graben aus; aber allge meine Regel bleibt es immer, dergleichen Waſſerleitungen, damit ſie den ſtarken Waſſerzufluß aushalten, im Innern aus Raſen, der wie eine Mauer aufeinander gelegt wird, aufzubauen. Bei ſtarken Bie gungen, beſonders wenn ein ſtarkes Gefälle damit verbunden iſt, iſt es rathſam, auf kurze Strecken Steinwände aufzuführen, die gut mit Moos verſtopft ſeyn müſſen und dann noch von Außen durch den Erdaufwurf eine noch größere Feſtigkeit erhalten. Nur ver mittelſt dieſes Raſenbaues erhält die Leitung die nothwendige Dau erhaftigkeit und möglichſte Waſſerdichtheit.

Ein ſolcher Raſenbau wird zwar auch im Laufe der Zeit, be