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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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gegnen, wenn man nämlich beuferte oder verwallte Gräben an legt und darin das Bewäſſerungs-Waſſer fortleitet.

Um zu zeigen, was man bei Anfertigung eines ſolchen be uferten Zuleitungsgrabens zu beachten hat, bleibe ich bei Tafel I, Fig. 1, ſtehen. Von dieſem einzigen Beiſpiele wird jeder denken de Leſer allgemeine Anwendung auf andere Fälle machen können; aber erſt eigenes Nachdenken und praktiſches Ausführen der Sache wird ihn in den Stand ſetzen, mit Leichtigkeit dergleichen Baue ſo auszuführen, daß ihm ſpäter nicht die Ueberzeugung werde, daß wohl Manches hätte beſſer gemacht werden können. Dieſe Befürchtung darf aber Niemand abſchrecken; denn ein Glei ches kommt im praktiſchen Wirthſchaftsbetriebe zu häufig vor. Wer dieſes abläugnet iſt bloß Theoretiker und die eigentliche Praͤ ris ihm ganz fremd geblieben.

Der Bach nun, aus dem das Waſſer zur Wieſenbewäſſe rung genommen werden ſoll, liegt, wie ſchon früher bemerkt wurde, bei x, mit ſeiner Sohle 10 höher als der Anfangspunkt der Wieſe beig, mithin, im Vergleiche mit den angegebenen übri gen Höhenpunkten, 9 höher als a, 7 höher als b, 8 höher als c, 13 höher als d, 9 höher als e und 8 höher als f. Er hebt man nun durch Erdaufſchütten die Sohle einer zu fertigen den beuferten Waſſerleitung über die Wieſenfläche bei g um 10, bei a um 9, bei b um 7, bei c um 8, bei d um 13, bei e um 9 und beif um 8, ſo hat man dieſe geſammten Punkte mit der Sohle des Baches in x in eine horizontale Ebene, oder ins Niveau geſetzt, oder, mit anderen Worten man hat eine Li nie gebildet, auf welcher das Waſſer auf allen Punkten ſich in Ruhe befinden muß, und eben ſo wenig nach x als nach f hinſinken kann. Beufert man dieſe Sohle, ſo wird das Waſ ſer, welches man aus dem Bache in dieſe künſtliche Waſſerlei tung eintreten läßt, bis f ſo lange hinfließen, als ſich der Bord desſelben noch unter dem Niveau der Waſſeroberfläche im Bache bei x befindet. Iſt aber auf jedem Punkte der beuferten Waſſer leitung das Waſſer ſo hoch geſtiegen, als der Waſſerſpiegel des Baches bei x, und kann das Waſſer im beuferten Graben nicht wei ter fortfließen, ſo wird eine Spannung desſelben gegen den Bach rückwärts eintreten und nunmehr das Waſſer von x an unter halb, wenn es nicht beſonders angeſpannt worden iſt, eher fort fließen, als weiter in den Graben eintreten, und immer lieber im