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Der Kunstwiesenbau : praktisch dargestellt auf der hochgräflich von Nimptsch'schen Herrschaft Geiersberg, Königgrätzer Kreises in Böhmen / von Stephan Weinar
Entstehung
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ſind, da Ein gewöhnlicher Graben, in der Erde hergezogen, kann in dergleichen Fällen die zu bewäſſernde Fläche nur ſelten beherrſchen;

mmen, wo beſonders da, wenn er einmal eine tiefere Stelle berührt hat, wo if kurzen das Waſſer unter das Niveau der über dieſer Stelle hinauslie terrid, genden Wieſenfläche zu ſtehen kommt, dasſelbe nun nicht wieder e gfführ zum Steigen zu bringen iſt und bei dieſer tiefen Stelle ausufern ſacht und wird. Es wird aus einem in der Erde geführten gewöhnlichen 5 Waſſe Graben nur dann unmittelbar das Waſſer auf die Wieſe vertheilt werden können, wenn ſie gleich vom Graben an ein nicht unbe

feiſfen trächtliches Gefälle hat, und ſelbſt dann wird ſich dieſes nicht bon ef gleichmäßig vertheilen, da das Waſſer jederzeit mehr nach den natür Urbrn⸗ lichen Vertiefungen ſich drängen und darin erhalten wird. Es ſey Tafel I, Fig. 1, der eingeſchloſſene Raum g heet

eungs⸗ redamdrofte elel inaeſthlbſſene inen e n d. eine Wieſe, welche man zu bewäſſern beabſichtigt. Sie habe in d ſiih der Richtung von p nach t, ſo wie ebenfalls von k nach m ihr Fälle Eefälle, was bei coupirtem Terrain und noch mehr in bergichten uigögen Gegenden häufig vorkommt. Nro. 1 bezeichne eine in dieſer Gegend be ihn auf findliche Anhöhe. Die Wieſe kann etwa in der Richtung von henach! kerhalb die Diagonal⸗Gefälllinie haben,inſofern nicht ein örtliches Steigen und ewaſſe⸗ Fallen auf derſelben Unterbrechungen dabei macht, was hier vorerſt 1 außer Acht gelaſſen werden kann. Ihre Bewäſſerung erhält die⸗ ſelbe aus dem nebenfließenden Bache. Auf dieſer Wieſe liege

d für nun der Punkt g 10 niedriger als die Sohle in dem Bache wird, bei x, bei a ſteige die Wieſe gegen g um 1, bei h um 3, etwas bei c um 2, bei d ſey eine durch die Wieſe ſich ziehende Vertie leben⸗ fung und liege unter dem Niveau von g 3, wogegen ſich bei alten, e die Wieſe wieder hebt, und hier gegen g wieder um 1, bei t fführt um 2 höher ſey. Die Anhöhe I ſteige um 8 gegen g, und II terem habe, von e und f gerechnet, das nöthige Gefälle abwärts nach mge⸗ dem Bache zu, jedoch ſey dieſes Gefälle ſehr gering und betrage ehen⸗ auf 20 Currentklafter nur 10. Es iſt begreiflich, daß aus dem faſt Bache in X(hier laſſe ich überdieß noch unberückſichtigt, wie hoch idea⸗ das Waſſer in deſſen Ufern ſelbſt ſteht), den ich vorhin ſo angenom weſ⸗ men habe, daß deſſen Sohle 10 höher liege, als die Wieſe bei e ſi g, vermittelſt eines Grabens, welcher in der Erde hergezogen würde, eitn das Waſſer bis g zu bringen ſey, und zwar mit einem Gefälle

5 von 10, ſo daß das Waſſer eines ſolchen Grabens bei g mit ſei

ſ ner Oberfläche 10 unter der Sohle des Baches in« ſich befinden