TREE SEE TETEET EEE
34
rat als Dampfkessel dient, 2500 Quart Maische in 12 Stunden abgebrannt werden, vrelche durchschnittlich eine Ausbeute von 230 Quart vorzüglichen, gleich fertigen Branntwein liefern, wäh- rend früher mit zwei Blasen von gedachter Grösse nicht mehr bewirkt wurde.“
„Den Sehluss macht eine kurze, von einer Abbildung beglei- tete Beschreibung des Gall’schen Apparats, Wir wissen nicht, ob dieser Apparat bei. seinem Entstehen der hier mitgetheilten Zeichnung ähnlich gewesen ist; aber so viel ist gewiss, dass die- selbe demjenigen nur entfernt ähnlich ist, welchen wir bei Hrn. Wolden'sahen. Des sinnreichsten und wichtigsten Theiles dieses Apparats, einer Wechselverbindung zwischen den beiden Destil- lirfässern, erwähnt der Hr. Verf. gar nicht. Auch scheint ihm dieselbe in der That nicht bekannt zu sein, da nach ihm die Destillirfässer abwechselnd gebraucht werden, während die- selben doch mit einander in Verbindung stehen, und die Destil- lation aus beiden Fässern fast immer gleichzeitig, und nur in dem Augenblicke aus einem Fasse stattfindet, wenn das an- dere geleert und wieder gefüllt wird. Dennoch ist der Hr. Verf. mit Recht der Meinung, dass dieser Apparat, eine rheinländi- sche Erfindung,„,„die befriedigendste Beseitigung aller zeit- her an den Brenngeräthen überhaupt noch bemerkten Mängel verspreche, wenn derselbe leiste, was der Titel der Beschreibung ankündige.““ Wir haben uns zu überzeugen Gelegenheit ge- habt, dass dieses wirklich der Fall ist. Nur fanden wir, dass bei Hrn. Nolden zu Pleidt, wo ein solcher Apparat seit zwei Monaten ununterbrochen in ‚Betrieb ist, nicht ganz ohne Kühl- wasser gearbeitet werden konnte. Wir sind jedoch geneigt, die- ses mehr dem Kupferschlöger, als dem Erfinder Schuld zu ge- ben, indem wir glauben, dass dieses einzig daher rührt, dass die Abkühlungsflächen im Maischwärmer um ein Paar Quadratfuss zu klein sind, was bei den neuen Construclionen leicht vermie- den werden kann.— Dem ,,„Dafürhalten des Hrn. Verf.(S. 249), dass es eines längere Zeit fortgesetzten Betriebes be-
dürfe, um zu entscheiden, ob jener neue Apparat für, den Ge- werbebetrieb im Grossen wirklich die gerühmten Vorzüge: be- sitze,“ können wir nicht beipflichten; wir sind vielmehr der Meinung, dass derselbe gerade für einen grossen Betrieb vorzüglich geeignet ist, und dass der Sachverständige beim er- sten Anblicke dieses Brenngeräthes— welches Hr. Nathusius


