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Wer den Werth der durch die Verdichtung und Abkühlung des Destillats frei werdenden Wärme nicht kennt, wird den Destillir- Apparat, dessen wichtigste Verbesserungen auf der Be- nutzung dieser Wärme beruhen, schwerlich weiter vervollkomm- nen; weshalb allen angeblichen Verbesseruugen, deren Urheher den Maischwärmer beseiligen zu können glauben, sehr zu misstrauen ist.
Koblenz den 2. November 1831.
Dem Gesagten habe ich nun, als Ergänzung des im ge- dachten 4. Julius-Hefte dieses Journals enthaltenen„Vergleichs zweier Dampf-Destillir-Apparate noch Folgendes hinzuzusetzen:
Ob ich jemals begriffen habe, was die Aufstellung eines Ap- parates zu 60 Korez(135 Berl. Scheffel) Kartoffeln erfordere, mögen Hr, K. und der Corrector seines Aulsatzes aus untenste- hender Erklärung entnelimen*).
Wenn der Apparat des Hrn. K. zu 60 K. Kartoffeln nur 442 Dukaten kostet, so ist er allerdings 4 wohlfeiler, als ein Ap- parat meines Systems von gleicher Grüsse, dessen Preis, ein- schliesslich meines Honorars, 2000 Rthlr.(= 666 Dukaten) ist. Dagegen bestehen der Dampfkessel, der Dampfwasser-Vorwärmer, der Dephlegmator und die Decken der Blasen meines Apparates aus Kupfer, jene des Hrn. K. aus Eisen und Holz*r). Doch wer möchte darüber streiten, dass ein gewöhnlicher Lastwagen wohlfeiler sei, als ein Dampfwagen! Kein verständiger Trans- port-Unternehmer, welcher die Wahl hat, zum Güter- Transport einen Dampfwagen oder einen gewöhnlichen Karren anzuwen- den, wird aber fragen: was kostet der, eine oder andere Wagen, sondern: wie hoch kommt mit dem einen oder dem anderen die
*) In diesem Augenblicke wird in meiner Werkstätte für Rechnung der HH. Gall und Schickhausen ein, nach Holland bestimmter, Brenn- Apparat, zum Abbrennen von 140 Seheffel Kartoßelu in 14 Stunden, erbaut. Koblenz den 1. August 1332.
Jos. Porsue, Kupfersehlägermeister.
=”) Neuere Erfahrungen haben mich belehrt, dass hölzerne Bia-
sen-Decken selten länger als 2 Jahre der zerstörenden Einwirkung der Weingeistdämpfe widerstchen,


