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grund in verdorbener Tränke des ſehr trocknen Sommers, oder das Futter hatte durch ſchlechte Aufbewahrung gelitten. Wenn aber die Seuche in dieſem Jahre in Gegenden, wo ſie ſonſt immer zu finden war, gänzlich verſchwunden, oder doch höchſt ſelten iſt, ſo iſt die Urſache lediglich im Futter zu ſuchen, denn ſelten wohl wird Stroh und Heu in ſo geſunder Qualität ge— wonnen, als es im verfloſſenen Jahre der Fall war.
Dr. Schmidt: Die Krankheit kommt doch noch oft ge⸗ nug vor; aber das anſtößige Vieh wird von den Beſitzern bei Zeiten ausgenutzt, und deshalb hört man von der Seuche ſel⸗ tener ſprechen.
Präſident: Wenn es mir erlaubt iſt, nunmehr das Weſentliche aus den bisherigen Erörterungen zuſammenzufaſſen; ſo dürften ſich folgende Puncte als ſolche herausgeſtellt haben, über welche keine Verſchiedenheit der Anſichten Statt findet:
1) die Lungenſeuche des Rindviehes iſt nicht abſolut contagiös;
2) die Fälle, wo ſie nicht anſteckt, kommen auch eben nicht ganz ſelten vor;
3) es erſcheint jedenfalls wünſchenswerth, daß die beſproche⸗
nen Verſuche nicht nur von dem Comité des Land—
wirthſchaftlichen Vereins des Ober⸗Barnimer Kreiſes fort⸗ geſetzt, ſondern daß dergleichen wo möglich in allen Pro⸗ vinzen und unter den verſchiedenartigſten Verhältniſſen ꝛc. angeſtellt werden mögen. Es wird dem Landes-Oecono⸗ mie⸗Collegium nicht an Gelegenheit fehlen, dahin zu wirken, daß ſolches geſchehe, und ich glaube äußern zu dürfen, daß es dieſe Gelegenheit beſtens zu benutzen nicht verſäumen werde.
Streitig dagegen iſt geblieben:
4) ob die Krankheit überhaupt anſteckend ſei oder nicht, in— deſſen war es zum Voraus anzunehmen, daß ſolches hier auch nicht wohl entſchieden werden konnte.
Ich habe jetzt noch die Pflicht, zwei, ſich auf unſere gepflogenen Verhandlungen beziehende eingereichte ſchriftliche Mittheilungen vorzutragen.——
Die erſte der hierauf verleſenen Abhandlungen(ſ. Beil. B.) 3


