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Bericht über die am 27sten Januar 1843 in der Aula der Königlichen Thierarzneischule zu Berlin stattgefundene Versammlung von Landwirthen und Thierärzten : behufs Austausches der Erfahrungen und Ansichten über die Ansteckungsfähigkeit und Gelegenheits-Ursachen der Lungenseuche des Rindviehes
Entstehung
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von Faſerſtoff erkennen, gerade ſo wie er der Lungenſeuche eigenthümlich iſt.

Wie geſagt, ich kann die vorgelegten Reſultate durchaus nicht als entſcheidend anſehen, ſinde vielmehr, daß wir uns erſt von vorn die Frage zu ſtellen haben:Wie müſſen Ver⸗ ſuche angeſtellt werden, um zu Beweiſen zu führen? Je⸗ denfalls erheiſcht es dazu vielen Geldes, vieler Zeit, ganz ab⸗ geſehen von der Qualification derjenigen, die das Experiment machen.

Dr. Kuers. Ich muß um Entſchuldigung bitten, wenn ich dem geehrten Redner darin widerſpreche, daß nicht der Ochſe Nr. IV. im zweiten Verſuche zweimal erkrankt war, ſon⸗ dern der Ochſe Nr. III.

Profeſſor Hertwig. Ich trete dem Herrn Geheimerath Albers bei, daß es der Verſuchsochſe Nr. IV. war; indeß kömmt auch darauf weiter nicht viel an.

Dr. Kuers. Der Inhalt des gedruckten Berichtes weiſet es nach, daß dies ein Irrthum iſt. Der Ochſe Nr. IV. ſtellte ſich, nachdem durch das Maſtfutter Vollblütigkeit erzeugt, und nun die Lunge ihre Verrichtung nicht wie zuvor leicht ausüben konnte, als organiſch lungenkrank am zehnten Tage ſeiner Aufſtallung, und am zweiten Tage des begonnenen Verſuches heraus. Er war aber gerade das alleinige Verſuchsthier, welches während des Vierteljahres von jeder Kränklichkeit unangetaſtet blieb; übrigens hatte die in ſeiner Lunge angetroffene Verän⸗ derung nichts mit der bei der Lungenſeuche anzutreffenden ge⸗ mein. Wenn nun aber der Ochſe Nr. III. zweimal erkrankte, ſo fehlten doch die charakteriſtiſchen Erſcheinungen der Lungen⸗ ſeuche; ſein Leiden ging ohne Anwendung eines Heilverfahrens

gänzlich vorüber, und auch die in ſeiner Lunge vorgefundene, nußgroße, verknöcherte und mit honigartiger Flüſſigkeit gefüllte Geſchwulſt, ſo wie die äußerſt geringfügige Verwachſung der Lunge mit der Bruſthaut ſind durchaus nicht zu vergleichen mit den bei der Lungenſeuche ſich einſindenden Entartungen. Desgleichen fand ſich in der Lunge des Färſenkalbes keine pla⸗ ſtiſche Ausſchwitzung, ſondern es war nur das Gewebe an