Teil eines Werkes 
2/3: Zweite u. dritte Abt., Viehzucht und Gewerbelehre
Entstehung
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kann, aber einen an ſich beſſeren, dem Anbau des Maͤhefut⸗ ters mehr zu ſagenden Boden verlangt. Sie macht jedoch kei⸗ neswegs auf einen ausgezeichneten Anſpruch, ſondern iſt ſelbſt auf einem erſchoͤpften ausfuͤhrbar, und gibt, richtig angewen det, die gruͤndlichſten Mittel zu ſeiner Verbeſſerung an die Hand, nur darf derſelbe nicht ſo loſe ſeyn, daß der Bau der abzumaͤhenden Futtergewaͤchſe und damit auch die Stallffuͤtter⸗ ung mißlich wird. Der Klee wird bei ihr nur ein, hoͤchſtens zwei Jahre zum Maͤhen benutzt und allemal nur dann geſaͤet, wenn der Acker durch eine vorhergegangene Hackfrucht, oder eine Brachbearbeitung, die auch ohne eine wirkliche Brache, z. B. nach Ruͤbſen Statt finden kann, eine vollkommne tiefe Lockerung und Reinigung, daneben auch eine kraͤftige Duͤng⸗ ung erhalten hat. Dadurch wird ſein Gedeihen, mithin auch die Sommerſtallfuͤtterung, ſelbſt auf einem fuͤr den Klee an ſich nicht beſonders paſſenden Boden, geſichert. Die Ein ſchaltung der den Klee unterſtuͤtzenden Saaten gibt dieſer uͤberdieß noch eine Haltung, die ſie bei der verbeſſerten Drei⸗ felderwirthſchaft nur hoͤchſt ſelten auf den ausgezeichnetſten Bodenarten erlangt.

Reine Brache wird eigentlich nie bei ihr gehalten, wohl

aber kann es bisweilen vortheilhaft werden, ein Stuͤck Land einen Sommer hindurch unbeſtellt liegen zu laſſen; dann iſt es jedoch ſtets raͤthlich, daſſelbe mit weißem Klee ꝛc. zur Schafweide anzuſaͤen, weil man bei dieſer Wirthſchaftsweiſe, wo immer eine Frucht der andern vorarbeitet, nicht ſo aͤngſt lich, wie bei anderen auf die Lockerung und Reinigung des Bodens durch außerordentliche Mittel bedacht zu ſeyn braucht.

Auf einem minder guten Boden kann es wohl, wenig⸗ ſtens anfaͤnglich, bisweilen zur Erhaltung der ganzen Wirth⸗ ſchaft noͤthig werden, die Haͤlfte des Ackerlandes mit Futter⸗ gewaͤchſen zu beſtellen; allein auf einem an ſich beſſeren, oder nach und nach mehr in Kraft gekommenen Boden wuͤrde dieß unzweckmaͤßig ſeyn, weil auf ſolchem eine geringere Flaͤche hinreicht, das noͤthige Futter zu erzielen. Selbſt die allzu ſtrenge Befolgung des Hauptgeſetzes bei dem Fruchtwechſel, nie

bei 5 mer an haft d ung Somn. hen; hoͤtige und n Kultut daraus daher

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