Teil eines Werkes 
2/3: Zweite u. dritte Abt., Viehzucht und Gewerbelehre
Entstehung
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a) die Ruͤckſtaͤnde eines gut und dicht beſtandenen einjaͤh⸗ rigen Kleefeldes, wenn der letzte Ausſchlag im Jahre untergepfluͤgt, nicht abgeweidet wird, einer Duͤngung von zwei Fudern Miſt à 15 Cntr. pro Acker gleichſetzen.

b) Die Ruͤckſtaͤnde jedes ferneren Benutzungsjahres eines Kleefeldes jedoch nur ſolchem Fuder Miſt gleich. Ein zehnjaͤhriges Luzernefeld gibt daher nur 5 ¾ Fuder Be⸗ reicherung.

c) Ein Dreiſchjahr einem ſolchen Fuder gleichſetzen.

d) Ein Brachjahr nur dann ſo hoch, wie ein Dreiſchjahr rechnen, wenn ein ſtarker Saamen-Unkrautswuchs ſtatt findet.

e) Die Ruͤckſtaͤnde einer zum Behuf der gruͤnen Duͤngung ausgeſaͤeten Pflanze etwa einer Duͤngermaſſe gleichſetzen, die an Gewicht um die Haͤlfte mehr betraͤgt, als die untergepfluͤgte Pflanze im getrockneten Fuſthude haben wuͤrde.

116. Die Bodenkraft wird bewahrt, wenn man dem Boden gerade ſo viel Duͤnger wieder gibt, als ihm durch die

Ernten entzogen wurde; erhoͤht wird ſie, wenn man ihm mehr Duͤnger gibt⸗

Hier aber findet nun eben die große Schwierigkeit ſtatt, daß wir keinen ganz ſichern Maaßſtab fuͤr die Maſſe des Ent⸗ zogenen haben. Das im§. 114. Geſagte, in Verbindung mit den in der ſpeciellen Pflanzenkultur Abtheil. 1 angegebenen Regeln uͤber den Anbau der verſchiedenen Pflanzen, duͤrfte je⸗ doch, als Ergebniß aller bisher daruͤber gemachten Erfahrungen, hinreichen, daruͤber einen Aufſchluß zu geben, wie er bei dem jetzigen Stand der Wiſſenſchaft ſich nur erwarten laͤßt. S. Abtheil. 1.§. 128. u. 129.

Ueber Statik des Ackerbau's ſ. Anl. z. Betr. d. Landw. B. II. S. 315. ꝛc.

Thaer's rationelle Landwirthſchaft I. 240. II. IV.

v. Wuffens Vorſchule der Statik des Ackerbau's. Magdeburg, 1830.

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