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Form, ſichtbar werden und das eifrige Beſtreben in mir erre⸗ gen mußten, von meiner Seite ja Alles, was in meinen Kraͤf⸗ ten ſtuͤnde, anzuwenden, um dem Ganzen durch wiederholte Umarbeitung und beſonders ſorgfaͤltige Ausfeilung den mir zu erreichen moͤglichen Grad von Vollendung und Zweckmaͤßigkeit in Bezug auf ſeine Beſtimmung zu geben.
Dabei mag ich keinesweges laͤugnen, daß ich bei der
Viehzucht, wie bei dem Ackerbau, hauptſaͤchlich Burger's Lehrbuch, und bei der Gewerbslehre Thaer's Leitfaden zur landwirthſchaftlichen Gewerbslehre, oft ſogar woͤrtlich, benutzt habe; allein ſchon die fluͤchtigſte Vergleichung, ſelbſt des kleinſten Abſchnittes, wird lehren, daß ich dieſe Werke keinesweges bloß ausgeſchrieben, ſondern daneben noch viele andere Horei g
Schriften zu Rathe gezog en, ferner da was mir in jenen unrichtig vorkam, berichtigt, und auch nicht wenig Eigenes hin⸗ zugefuͤgt habe, daß ich uͤberhaupt mit beſtaͤndiger Beruͤckſichtig⸗ ung meines vorliegenden Zweckes mit der Zeit fortgegangen bin. Es lag mir indeſſen weniger daran, mit neuen Anſich⸗ ten glaͤnzen zu wollen, als das bewaͤhrte Gute und Richtige kurz, deutlich und einfach, aber vollſtaͤndig, hinzuſtellen. Die muͤndlichen Erlaͤuterungen muͤſſen dann das Fehlende und neu auf die Bahn Gebrachte hinzufuͤgen.
Die wichtigſten der bisher in meinen landwirthſchaftlichen Vortraͤgen zu vorliegendem Lehrbuche muͤndlich gegebenen Zu⸗ ſaͤtze und Erlaͤuterungen ſind in meine in der Baumgaͤrtner'⸗ ſchen Buchhandlung zu Leipzig vor kurzem erſchienene Anleit⸗ ung zum Betrieb der Landwirthſchaft uͤbergegangen, in ein Werk, das ich auf vielfaͤltige Aufforderung vorzuͤglich fuͤr ſolche Naͤnner verfaßte, die, anfaͤnglich nicht fuͤr dieſes Gewerbe ge— bildet, und noch ganz unbekannt damit, daſſelbe ſpaͤterhin
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