Weberkar⸗ den.
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werden muß, um von Unkraut rein zu bleiben, und nicht dicht ſtehen darf, weßhalb er mit dem Hacken zugleich immer verduͤnnt wird. An Saamen wird auf den Acker erfordert Schffl.
Die Bluͤthen werden von der Mitte Juli's an, ſo wie ſie nach und nach eine braunrothe Farbe bekommen, des Morgens mit einem ſtumpfen Meſſer ausgezogen. Es darf ſolches weder bei heißem Wetter, noch bei Naͤſſe geſchehen. Die Bluͤthen werden im Schatten getrocknet. Die Pflanzen ſelbſt bleiben ſtehen bis zu ihrer voͤlligen Reife. Dann rauft man ſie aus, ſtellt ſie, in Buͤndel gebunden, zum Trocknen hin und driſcht dann den Saa—
men ab. Dieſer gibt ein gutes Oel und das Stroh ein
vortreffliches Schaffutter, und nachdem die Blaͤtter ab⸗ gefreſſen ſind, noch ein gutes Brennmaterial. (Auch noch mehrere Farbepflanzen duͤrften zur Verdraͤngung auslaͤndiſcher nach und nach zum Andau kommen; jetzt kann jedoch noch nicht darauf Ruͤckſicht genommen werden.)
e. Von der Kultur dertechniſchen Pflanzen, der Weberkarden und des Kanarienſaamens.
317. Die Weberkarde oder Diſtel, Dipsacus fullonum, iſt eine zweijaͤhrige Pflanze, die im erſten Jahre bloß Blaͤtter, im zweiten mehrere Stengel mit Diſtelkoͤpfen, um derentwillen man ſie anbaut, hervor— treibt. Sie kommt in jedem nicht gar zu rauhen Klima fort, verlangt aber einen trockenen, maͤßig gebundenen, tiefen, an ſich kraͤftigen und auch noch ſtark geduͤngten Boden. Iſt Kalk darin, ſo wird er fuͤr dieſes Gewaͤchs vorzuͤglich paſſend.
Man hat mehrere Arten, ſie anzubauen. Sie wird entweder gleich auf das Feld, wo ſie ſtehen bleiben ſoll, geſaͤtt, oder darauf gepflanzt, wozu man die Pflanzen auf einem beſondern Saamenbeete zieht. In beiden Faͤllen muß das Land mehrmals behackt und gereinigt werden. Daher iſt bei der erſten Art, ſie anzubauen,
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