Fenchel.
Anis und
Koriander.
Tabak.
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ſtrumente ſehr erleichtert, das des breitwuͤrfig geſaͤeten zum Theil durch ſcharfes Eggen erſet, (Vielleicht Drillſaat.)
Die Reife des Kuͤmmels erfolgt im Juni des zwei⸗ ten Jahres. Er wird dann geſchnitten, getrocknet und gedroſchen. Er kann 12— 15 Ctr. Saamen vom Acker geben, und ſehr eintraͤglich werden.
(Laͤnger dauernde Kuͤmmelfelder. S. Moͤglin'ſche Annalen.
B. 25. Abhandlung uͤber den Kuͤmmelbau, von Caspari.— Auch gute Futterpflanze.)
310. Der Fenchel, Anethum ſoeniculum, wird gerade ſo wie der Kuͤmmel angebaut, verlangt jedoch ein waͤrmeres Klima, begnuͤgt ſich aber dafuͤr mit einem leichteren, minder kraͤftigen Boden, wenn er nur wohl geduͤngt worden.
311. Der Anis, Pimpinella Anisum und der Koriander, Coriandrum sativum, ſind einjaͤhrige Pflanzen, die zeitig im Fruͤhjahre auf einen kraͤftigen, muͤrben, ſtarkgeduͤngten und wohlbearbeiteten Acker ge— ſaͤct, gejaͤtet, behackt und im Herbſt geerntet werden. Ihr Anbau wie der der Moͤhren. Ihr Ertrag 6— 8 Ctr. Saamen bei 20— 24 Pfund Ausſaat. Koriander iſt ſicherer als Anis.
312. Der Tabak. Man baut mehrere Sorten dieſes Gewaͤchſes an: den virginiſchen Tabak, Nicotiana tabacum; den tuͤrkiſchen N. rustica, auch wohl den braſtlianiſchen N. macrophylla etc., am haͤufigſten erſtge⸗ nannte.
Er kommt in jedem Klima, wo der Winterweizen in der Regel im erſten Dritttheil des Auguſt's reif wird, fort, und verlangt einen maͤßig gebundenen, etwas ſan— digen, kraͤftigen, ſehr ſtark, am beßten mit Schafmiſ, geduͤngten Boden, der uͤbrigens zu ihm ganz ſo wie zu Kopfkohl(§. 295) zugerichtet wird.


