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duͤngte, aber ſonſt gut gelegene Wieſen liefern in zwei Schnitten hoͤchſtens 20— 30 Ctr. duͤrres Futter im Durchſchnitt vom Acker. Trockene, einſchuͤrige oft kaum 12— 15 Ctr. Geduͤngte und vorzuͤglich gelegene Wieſen in zwei Schnitten 30— 60 Ctr. Gewaͤſſerte mindeſtens 40 Ctr., koͤnnen aber, wenn noch Duͤngung dazu kommt, in drei Schnitten bis 80 Ctr. geben. Sauere Wieſen gewaͤhren oft nur einen geringen, haͤufig aber auch einen ſehr hohen Ertrag, der Maſſe nach. Trockene Jahre ſind ihnen guͤnſtig.
Vanhirden Der Werth des Heu's iſt eben ſo verſchieden, wie
Heuwert)s. der Ertrag der Wieſen. Der erſte Schnitt iſt nahrhafter als der zweite, dieſer nahrhafter als der dritte. Das Heu von trockenen Wieſen iſt kraͤftiger als das von be— waͤſſerten und zwar um ſo vorzuͤglicher, jemehr die beſſe— ren Gras⸗, Klee⸗ und Wickenarten darin vorwalten. Saueres Heu hat im guͤnſtigſten Falle nur die Haͤlfte des Werths vom ſuͤßen.
B. Von der Kultur der temporaͤren Futterfelder. Abwechſeln⸗
Pedeetde 272. Temporaͤre, abwechſelnde Futterfelder
felder. ſind ſolche, die nicht fuͤr immer zur Erzeugung von Fut⸗ terpflanzen beſtimmt ſind, ſondern dieſelben abwechſelnd mit anderen Fruͤchten tragen. Dergleichen Futtergewaͤchſe ſind theils Graͤſer, theils Pflanzen mit Schmet⸗ terlingsblumen, theils krautartige Pflanzen, theils Knollengewaͤchſe, Gemuͤſearten, Wurzel⸗ gewaͤchſe und Fruͤchte.
a. Von der Kultur der grasartigen Futter⸗ pflanzen. Srarddigs 273. Es werden nicht nur mehrere Getreidearten, er⸗.. 2 Kunen. ſondern auch einige perennirende Graͤſer als Futter ange— baut. Von erſterem der Roggen, der Hafer, der


