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daruͤber entſcheiden, ob auch die anderen dieſen 4 33
Weg gehen ſollen... am Noch finde ich mich veranlaßt, einige Worte
uͤber Pflanzennahrung, wovon in vorliegendem Werk⸗ 4 bn
chen mehrmahls die Rede iſt, in landwirthſchaft⸗ 3 10
licher Hinſicht zu ſagen. Wohl weiß ich, daß die m
Naturkundigen noch keinesweges daruͤber einig ſind, llrn
wie die Ernaͤhrung der Pflanzen vor ſich gehe. U ichü
Die aͤltere, von tuͤchtigen und aufmerkſamen Na—
turbeobachtern, Sauſſure und mehreren auf die un
Bahn gebrachte Erklaͤrungsweiſe, nach welcher die der·
Pflanzen vermittelſt ihrer Wurzeln einen großen dn
Theil ihrer Nahrung aus dem Boden ziehen*), a
und dazu vorzuͤglich die vom Waſſer bewirkten Auf⸗ nur
loͤßſungen des Humus und aufgebrachten Duͤngers zuged benutzen, wird von Vielen verworfen. Ob dieß. ganj mit ganz uͤberzeugenden, auf reine Naturbeobacht⸗ 2 ertis ung geſtuͤtzten Gruͤnden geſchieht, wage ich nicht, ah zu entſcheiden, da ich zu wenig Naturforſcher bin.
Laͤugnen kann ich aber nicht, daß ich fuͤr meinen gen,
Theil dieſe Erklaͤrungsweiſe nicht gern aufgebe, weil der alle Erſcheinungen des Pflanzenwachsthums, des 5 inj
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*) Daß dieß doch wirklich geſchehe, dafuͤr ſcheinen die in, von dem Hofrath Vogel in Muͤnchen und vom Pro— md; feſſor Heine in Berlin waͤhrend der Verſammlung der rechne deutſchen Naturforſcher zu Heidelberg, im Jahre V ſeinen 1829 mitgetheilten Verſuche und Beobachtungen Erfat deutlich zu ſprechen. S. Iſis, Heft 5., 6. und 7. dan v. Jahr 1830. Letzterer ſagt S. 508: Das Or⸗ V aun gan, welches die fuͤr das Gewaͤchs noͤthige Feuch— II be tigkeit aus dem Boden aufnimmt, iſt die Rinde der 4 Man Wurzeln. Ferner S. 511: Das Waſſer iſt das 3 vriſ Mittel, durch welches die Kohlenſaͤure, das bedeu—
rtendſte Nahrungsmittel der Gewaͤchſe in dieſelben ein— nur d
gefuͤhrt und in allen Theilen derſelben verbreitet wird.— arten Dadurch wird fruͤher Geſagtes uͤber dieſen Gegen⸗ der ſtand neu beſtaͤtigt. 8 das


