Teil eines Werkes 
Ergänzungsband (1804) Albrecht Thaer's rhapsodische Bemerkungen zu B. Bell's Abhandlungen über den Ackerbau
Entstehung
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Produkten werde durch Vermehnung des Getreidebaues kaum erſetzt werden. Dann ſtecke in dieſen Grasplätzen ein Hauptkapital der Nation, werde wie ein Schatz danin aufbewahret, und man dürfe ſolches ohne die höchſte Noth, die doch nicht vorhanden ſey, wenn man andre Maaßregeln wähle, nicht angreifen.

Viele Engländer ſcheinen in Anſehung dieſer Ra⸗ ſenplätze große Vorurtheile zu haben. Sie meinen, daß eine ſehr lauge Reihe von Jahren dazu gehöre, einen ſolchen dichten Raſen zu erzeugen, und er ſey, wenn er einmal aufgebrochen worden, nicht wieder herzuſtellen. Dies rührt von den fehlerhaften, er⸗ ſchöpfenden und geizigen Vexfahren der Pächter her, denen man einmal den Aufbruch deſſelben verſtattet hatte, und die nun ohne zu düngen eine lange Reihe der erſchöpfendſten Früchte davon nahmen, und dann das Land dem Gutsbeſitzer, der es nicht wieder in Cultur ſetzen konnte, ausgezehrt zurück ließen. Sol⸗ che zerſtörte, vormals ſchöne Auen liegen nun wie ſchlechtes, nutzloſes Ackerland manchem als ein ab⸗ ſchrelkendes Beyſpiel por Augen. Nur ein Gutsbe⸗ ſitzer, der in xruinirten Umſtänden iſt, der ſeinen Landſitz nicht mehr ſchätzt, entſchließt ſich der hohen Pacht wegen zur Ergreifung eines ſolchen Mittels. Wer es thut, ſetzt ſich in ſchlechten Credit, und ein wohlhabender Country⸗Squire, noch mehr ein Lord, würde ſich beleidiget halten, wenn man ihm einen ſolchen Vorſchlag thäte. Zwar haben gute Agri⸗ kultoren den Engliſchen Gutsbeſitzern zu erweiſen ge⸗