Teil eines Werkes 
[Erg.Bd.] (1806) Zusätze zum ersten Theile der ersten und zweyten Auflage
Entstehung
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auf lehmigem, warmen Hoͤhe Boden nach großen Ver⸗ ſuchen ſehr davon eingenommen, da es, auſſer der Vor⸗ und Nachweide, einen ſehr reichen Einſchnitt giebt, den Boden dicht uͤberziehet und rein erhaͤlt, vom Vieh aller Art trocken und gruͤn ſehr gern gefreſſen wird, und be⸗ ſonders, weil der Saamen ſich ſehr leicht aufnehmen laͤt.

I. S. 585, 3. 2; IH. S. 578, 3. 9.

Nachdem ich von dieſem Graſe mehrere Erfahrung erlangt habe, ziehe ich es auf einem reichen, nur nicht gar zu trockenem, Wieſenboden allen anderen Graͤſern entſchieden vor. Es hoͤrt vom Fruͤhjahr bis zum Herbſt nicht auf zu wachſen, und ſogar, wenn ſein Saamen reift, faͤhrt es fort, junge Blaͤtter zu treiben. Die Stengel werden zwar hart, wenn ſie uͤberſtehen, aber die Blaͤtter bleiben immer zart und dem Viehe ange⸗ nehm. Nur viele Dammerde im Boden verlangt es, ſonſt bedarf es vieler Feuchtigkeit eben nicht mehr als andere Wieſengraͤſer.

I. S. 587, Z. 12;3 II. S. 581, 3. 6.

Daß ich dieſes Gras nicht kannte und nur unvoll⸗ kommene Beſchreibungen davon geleſen hatte, wird je⸗ der Kenner deſſelben bemerken. Ich weiß ſelbſt nicht, wo ich die Ideen, daß es breitere Blaͤtter wie das Ray⸗ gras habe, hernahm. Es hat vielmehr ſchmale, pfrie⸗ menfoͤrmige, borſtenartige, auf der innern Seite ge⸗ furchte Blaͤtter. Auch der Halm iſt ſteif, hart und