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wenig kann ich ſie auf trockenem durchlaſſendem Bo⸗ den billigen, und die dafuͤr angefuͤhrten Gruͤnde ſind ſo unbefriedigend, daß man ihre Beybehaltung auf dieſem Boden wol nur allein der Macht der Gewohnheit beymeſſen kann. Auch hat die Erfah⸗ rung in Franken, Schleſien, Suͤd⸗ und Weſtpreußen⸗ wo ſie ehemals allgemein waren, gezeigt, daß man bey ihrer Weglaſſung gewinne. Jedoch gebe ich ihnen in jedem Falle den Vorzug vor den breiten⸗ in der Mitte hochaufgepfluͤgten Beeten.— Die Niederlaͤnder ackern uͤbrigens mit beſonderer Vor⸗ ſicht und Geſchicklichkeit.
Ihr Pflug hat keine Raͤder, aber mehrentheils eine Stelze oder Fuß, worauf der Baum vorn ruhet. Er hat betraͤchtliche Vorzuͤge vor vielen anderen Pfluͤgen, und ich bemerkte ſolche am deut⸗ lichſten im Dithmarſchen, wo ihn die Frieslaͤnder, die den neu eingeteichten Kronprinzenkrug anbaue⸗ ten, eingefuͤhrt hatten. Wenn vier Pferde den klotzigen Pflug der dortigen Elbmarſchen kaum zwingen konnten, ſo arbeiteten zwey Pferde mit dieſem. Herr Schwarz hat eine Abbildung da⸗ von in Nro. 18 der landwirthſchaftlichen Zeitung von 1805 geliefert. Er kommt indeſſen den Smallſchen und Bailey'ſchen Pfluͤgen in keiner Hinſicht gleich.
Alle Fruͤchte werden bey ihnen gejaͤtet und zum Theil mit der Hand behacket. Bohnen und gepflanzte Rapſaat in Reihen werden zuweilen auch mit dem Pfluge bearbeitet. Uu 2


