Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1806) Einleitung zur Kenntniß der englischen Landwirthschaft und ihrer neueren practischen und theoretischen Fortschritte. Bd. 1
Entstehung
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eine vorgelegte Frage abzwingt, wußten unſre gelehrten Oeconomen nichts.

Genaue ôconomiſche Berechnungen vermißte ich noch mehr. Der Ertrag des Bodens war faſt immer nur nach der Koͤrner⸗Vermehrung der ungewiſſen Einſaat angegeben. Aber uͤber das Verhaͤltniß der Arbeit und der Beſtellungskoſten zum Ertrage fand ich faſt nichts, weder im Einzelnen, noch im Ganzen. Daß fleiſſiges Bearbeiten eintraͤglichere Erndten gaͤbe, dieſe große Wahrheit fand ich zwar bey einigen. Andre machten ſie ſogar zweifelhaft, denn ſie bil⸗ deten ſich ein, daß das fleiſſigere Bearbeiten nicht anders als widerſinnig angeſtellt werden koͤnne. In welchem Verhaͤltniſſe aber der Ertrag die Ko⸗ ſten mehrerer, zweckmaͤßig angeſtellter Arbeit belohne? das war ſo wenig bey einer beſtimmten Beſtellung eines Morgens ausgemacht, als bey ganzen Wirthſchaften. Wie wuͤrde ſich ein Spann Pferde oder Ochſen, auf dieſem Gute von 800 Morgen Mittelboden mehr gehalten, bezahlen? Das kann man nicht wiſſen; darum laßt es beym Alten! rufen die Kluͤgſten. Wahrlich die Kluͤg⸗ ſten, ſobald alle feſte Grundſaͤtze hieruͤber noch fehlen. Was die Benutzung des Viehes durch Aufzucht, Maſtung, Molkenwerk und den wahren Werth des Duͤngers, und dann wieder den eigent⸗ lichen Werth des Heues, der Futterkraͤuter, des Strohes, in Ruͤckſicht auf die vermehrte Erzeugung anderer Producte, anbetrifft, daruͤber ſind die Ver⸗