Teil eines Werkes 
Dritter Band (1811)
Entstehung
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Pulberung.

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4 dieſe Zwecke mit dem moͤglich geringſten Aufwande erreicht rung ſind hauptſaͤchlich folgende:

Beackerung.

§. 102.)

Die Zwecke und Wirkungen der Beacke⸗

1) Lockerung und Pulverung des Bodens. Jede Ackererde hat die Neigung, ſich zu⸗

ſammen zu ziehen und zu verballen, theils vermoͤge der Anziehung ihrer homogenen Theile, theils ver⸗

moͤge des Drucks, welchen ſelbſt die Atmoſphaͤre darauf aͤußert.

Je thoniger der Boden iſt, um ſo

ſtaͤrker iſt die Bindung und Verballung deſſelben. In einem ſolchen verhaͤrteten Boden koͤnnen aber die Wurzeln der meiſten unſerer kultivirten Pflanzen nicht eindringen und nicht die Nahrung herauszie⸗ hen, melche in ſelbigem eingeſchloſſen iſt. Der Boden muß alſo mechaniſch gelockert werden, und die⸗ ſes muß, um die hoͤchſte Vegetation zu bewirken und alle Nahrungstheile fuͤr die Pflanzen aufzuſchlie⸗ ßen, auf die vollkommenſte Weiſe geſchehen, ſo daß die ſaͤmmtliche Ackerkrume in Pulver zerfalle, und keine verballte Erdkloͤße darin bleiben. Denn in dieſe dringen die Haarwurzeln nicht ein, ſondern ziehen ſich nur auf ihrer Oberflaͤche herum, und ſolche Erdklöße geben ihnen folglich eben ſo wenig Nah⸗

rung, als ob Steine im Boden waͤren. Je gleichartiger der Boden gelockert und gepulvert iſt, um

deſto gleichmaͤßiger verbreiten ſich dagegen die Pflanzenwurzeln; treiben um ſo mehrere Haarbuͤſchel

aus, und vermeiden es, mit einander in Beruͤhrung zu kommen. der Erde kommt folglich in Beruͤhrung mit einer Wurzelnfaſer.

Von der großen Wirkung einer feinen Pulverung der Erdkrume durch die Erfahrung uͤberzeugt, haben einige, z. B. Jether Tull, die Fruchtbarmachung des Bodens ausſchließlich hierauf beruhen laſſen wol⸗ len; deren einſeitige Anſicht aber genugſam widerlegt iſt. Es kann zwar ein Acker, der voͤllig erſchoͤpft ſcheint, durch eine ſehr ſorgfaͤltige Bearbeitung zur Abtragung einer oder der andern Frucht noch geſchickt gemacht werden, zumal wenn er vorhin in dieſem Stuͤcke vernachlaͤſſiget worden.

ihm verſchloſſenen Nahrungstheile geloͤſet, nicht neue, wenigſtens nicht zureichende, erzeugt.

Zu ſehr gepulvert und gelockert kann der Boden nie ſeyn. Jedoch kann er zu loſe werden, d. h.

Jedes nahrhafte Partikelchen in

Es werden dadurch aber nur die in

es koͤnnen Zwiſchenraͤume in ihm entſtehen, wo ſeine Partikeln ſich gar nicht mit einaͤnder beruͤhren. Dieſe werden den Pflanzen nachtheilig, und man findet daher, daß manche Saaten leiden, wenn der beackerte Boden nicht Zeit gehabt hat, ſich wieder zu ſetzen oder zu ſacken, ſo daß dieſe hohl en Zwi⸗

ſchenraͤume dadurch ausgefuͤllt ſind. Nach der Verſchiedenheit der Bodenarten wird dieſe vollkommene Pulverung und Zertruͤmme

rung der verballten Erdkloͤße leichter oder ſchwerer bewirkt, und daher muͤſſen die dazu dienenden Ope⸗ rationen auf dem einen Boden kraͤftiger und haͤuſiger, wie auf dem andern wiederholt werden. Zu⸗ gleich kommt es auf die Natur der Pflanze an, welche man darauf bauen will: die Gerſte gedeiht nur auf lockerem und gleichmaͤßig zerkruͤmelten Boden; der Hafer wird von dem Widerſtande eines mehr zuſammengezogenen Bodens minder aufgehalten, und durchdringt ihn mit mehrerer Kraft. 1

Mengung der Beſtandiheile, insbeſondere in dem Falle vor Augen haben, wenn wir irgend einen neuen Zuſatz der Ackerkrume ge⸗ ben; es ſey, daß wir durch tieferes Pfluͤgen Erdtheile aus dem Untergrunde heraufholen, oder aber

Duͤngungs⸗ und Verbeſſerungsmittel auffuͤhren.

reichende Lockerheit.

Er bindet ſich bei einem ſtarken Thon

.§. 103. 2) Genaue Mengung der Beſtandtheile des Bodens.

Der einmal voͤllig gepulverte Boden behaͤlt unterhalb der Oberflaͤche mehrere Jahre hindurch eine zu⸗ ehalte zwar ſo, daß er zuſammenhaͤngt, jedoch nicht ſo feſt, daß ihn die Wurzeln nicht durchdringen koͤnuten; weswegen die Pulverung der unteren Acker⸗ kuume nur erſt nach einer Reihe von Jahren wiederholt zu werden braucht.

Dieſen Zweck muͤſſen wir

Eine ungleichartige Maſſe iſt den Pflanzenwurzeln

durchaus nachtheilig, und die Vegetation ſtockt, wenn die jungen Haarwurzeln aus der einen in die

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