4— Berhaͤltniſſe der Wirthſchaftsſyſteme gegen einander. In Anſehung der Fruͤchte iſt zu bemerken,
Duͤngerſtande befindlichen wuͤrden edlere Fruchtarten und Handelsgewaͤchſe mit noch groͤßerem
Vortheile bauen koͤnnen, wie Weizen, Raps, Mais, Taback u. ſ. w., und ſie ſind haͤufig von
uns darauf berechnet worden. Sie bleiben dann aber in gar keinem Verhaͤltniſſe mit den uͤbri⸗ gen, und deshalb iſt ſolcher Fruͤchte hier nicht erwaͤhnt. Bei dem hohen Duͤngerſtande der Wirthſchaft No. 7., 8. und 9. wird ſchon ein jeder von ſelbſt darauf verfallen. In dem Schlage der behackten Fruͤchte ſind durchaus nur Kartoffeln angenommen, ungeachtet andere Futtergewaͤchſe einen hoͤhern Ertrag geben, oder beim Ueberfluſſe des Futters auch behackte
Bohnen, Mais oder Handelsgewaͤchſe in einem Theile dieſes Schlages vortheilhafter gebaatt
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werden koͤnnten. b. giebt die Jochartzahl der Schlaͤge an.
c. die Einſaat, ſo wie ſie bei einer guten Vertheilung der Saat, wenn ſie mit der Hand und ohne beſondere Inſtrumente zum Unterbringen geſchiehet, der allgemeinen Erfah⸗ rung nach erforderlich iſt, ohne Ruͤckſicht auf die Prinzipien, die man bei Veranſchlagungen
in gewiſſen Gegenden angenommen hat.
d. der Ertrag per Jochart nach oͤſtreichiſchen Metzen,— wohl zu merken— nicht das wie vielſte Korn oder die Vermehrung der Ausſaat. Dieſe Beſtimmung des Ertrages iſt, wie man bei genauerer Erwaͤgung leicht bemerken wird, keinesweges willkuͤhrlich, ſondern theils nach den§. 250. u. f. angegebenen Grundſaͤtzen und Verhaͤltniſſen, theils nach allgemeinen Erfahrungen angenommen; jedoch iſt dieſer Ertrag, beſonders wo er hoͤher hinangeht, immer etwas heruntergeſetzt, um dem Zufalle das Gehoͤrige zu zollen. Wem er uͤber das Gewoͤhn⸗ liche der gewoͤhnlichen Wirthſchaften hinauszugehen ſcheint, den bitte ich das Ungewoͤhnliche der Verbindungen, woraus er hervorgeht, zu beachten. Uebrigens iſt eine untadelhafte Be⸗ ſtellung und moͤglichſte Schonung bei der Ernte vorausgeſetzt. Der Ertrag des Klees und der Kartoffeln haͤtte insbeſondere bei der ſtarken Duͤngung und bei der Stelle, die ſie einnehmen, hoͤher berechnet werden muͤſſen. Ich habe aber wegen des moͤglichen Mißrathens des erſtern ſo viel zuruͤckgeſchlagen, und von letzterer das Wenigſte angenommen, was man erwarten kann. 1
e. giebt den ganzen Ertrag des Schlages, und f. den reinen Ertrag, nach Abzug
der Einſaat, an. Die Wicken geben keinen reinen Koͤrnerertrag, weil in der Regel nur ſo viele reif werden, als man zur Ausſaat gebraucht. Von dieſen wenigen wird das Stroh wie Heu berechnet, dem es nicht viel nachſteht.—
g. Der Strohertrag iſt nach den§. 280. und 281. angegebenen Saͤtzen ausgemittelt. Das Stroh von 1 Jochart Kartoffeln iſt zu 10 ¾ Centner gewiß nicht zu hoch angenommen, in
der Vorausſetzung, daß ſolches in keiner Wirthſchaft, die den Werth des Duͤngers ganz zu
ſchaͤtzen weiß, verzettelt werden wird.
Das im Jahr 1809 zum erſten Male gewogene Kartoffelſtroh betrug nach voͤlliger Austrocknung von einer dem Anſehen nach feinkrautigern Kartoffelart per Jochart 1872 Pfund, von einer grobkrautigern nur 1248 5 Pfund. Wir hatten das Gegentheil dem Anſehen nach erwartet. Wegen des vielen Eiweiß⸗ ſtoffes iſt es im Duͤnger weit ſchaͤtzbarer, wie anderes Stroh.
h. Die Kartoffeln ſind hier zu ihrem halben Gewichte auf Heu reduzirt. Bei dem Wie⸗
ſenertrage iſt nur eine Mehrheit von 6 † Centner per Juchart angenommen, wenn die Wirth⸗
daß nur die gewoͤhnlichen hier angenommen ſind, die jede Wirthſchaftsart bauen kann und in der Regel bauen wird. Die in ſtarkem
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