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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
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Dies iſt nes Land⸗ ele Gui⸗ veraͤnderli⸗ n Gelde in im jetzt be⸗

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eſe Vermeß iſt.

nach demſel⸗ Denn wenn ne Quadrat⸗ eutend ſchei⸗

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Kaufangele⸗ maaßen al⸗ c keine Ge⸗ rklich halte. es aber eine vohlbekann⸗ der dichtern efolge.

Werthſchaͤtzung eines Landguts. 43

Daß man von der Richtigkeit der Ausſaats⸗Angabe uͤberzeugt ſeyn, und daß man, wo dies nicht der Fall iſt, mit der aͤußerſten Vorſicht verfahren muͤſſe, verſteht ſich von felbſt.

Die Wieſen pflegen in ſolchen Faͤllen nach Fudern Heu angegeben zu werden, und jedermann ſieht ein, wie wenig dieſes ſagt.

In ſolchen Faͤllen muß man ſich haͤufig nur auf ſein Augenmaaß, auf das Abſchreiten und Ab⸗ reiten, und auf einen ſcharfen Ortsſinn und Ueberblick verlaſſen. Die Ausbildung dieſes Talents iſt daher dem Landwirthe hoͤchſt wichtig, und kann, bei einer guten phyſiſchen Organiſation, durch Ue⸗ bung erlangt und unglaublich verſtaͤrkt werden. In Ermangelung deſſelben iſt es oft nothwendig, ei⸗ nen andern geuͤbtern, aber auch zuverlaͤßigen Mann dabei zu Huͤlfe zu nehmen.

Mit dieſem Talent kauft man oft um ſo vortheilhafter, da der Werth unvermeſſener Guͤter ſehr unbe⸗ ſtimmt zu ſeyn pflegt, und ihr Ertrag gewoͤhnlich nicht hoch getrieben worden iſt.

3 4§. 69. 4 In manchen Gegenden wird der Flaͤcheninhalt zugleich mit der angeblichen Guͤte des Bodens alſo ein zuſammengeſetzter Begriff durch das Einſaatsmaaß beſtimmt. Man hat hier

naͤmlich den obwohl im Allgemeinen falſchen Grundſatz angenommen, daß der Acker nach

Verhaltniß ſeiner Guͤte und ſeines Reichthums ſtaͤrker, der ſchlechtere und magere aber ſchwaͤcher be⸗ ſaet werden muͤſſe, weil jener viel, dieſer wenig tragen koͤnne. Auf eine Metze Einſaat rechnet man daher, vom beſten Boden vielleicht 50, vom ſchlechteſten Boden 230 und mehrere Quadratruthen. Ja man hat außer dem Ackerlande auch andere Pertinenzien, Waſſer, Moraſt und Moor, nach ſol⸗ chen Metzen gewuͤrdiget, und aus der Summe dieſer Metzen die Groͤße eines Guts, zugleich mit deſſen Ertrag und Werth, beſtimmen wollen. Wie unzuverlaͤßig eine ſolche Angabe ſey, mußte bald in die Augen fallen und ſie hat gerade in den Laͤndern, wo dieſe Wuͤrdigungsart geſetzmaͤßig eingefuͤhrt, und das Kataſter darauf begruͤndet war, allen Glauben verloren. Wo hingegen dieſer Begriff weni⸗

niger allgemein eingefuͤhrt iſt, und ſeine Unbeſtimmtheit weniger auffaͤllt, da haͤngen kurzſichtige Land⸗

wirthe und Kameraliſten noch wohl daran, ſo daß man ſogar in den neueſten Zeiten, in einem aufge⸗ klaͤrten Staate, ſehr druͤckende Abgaben, nach dem Maaße der Einſaat und obendrein nach ſehr

unſichern Angaben eines Jahrs beſtimmt hat, indem man ſolche dem Werthe der Guͤter dadurch

am angemeſſenſten zu machen glaubte. Zuweilen hat man gar von der Ausſaat ruͤckwaͤrts ſich einen Begriff vom Flaͤchenmaaß gebildet, und verſteht unter einem Jochart, einem Joch, einem Tagewerk, keine beſtimmte geometriſche Flaͤche, ſondern ein ſolches Stuͤck Landes, wo man eine gewiſſe Quanti⸗ taͤt Getreide nach hergebrachter Gewohnheit einzuſaͤen pflegt.

Wenn die Groͤße des geſammten Ackers durch das Ausſaatsmaaß angegeben wird, ſo verſteht

man entweder die ſaͤmmtliche Ausſaat darunter, oder aber, was an einigen Orten haͤufiger geſchieht,

nur die Winterungsausſaat, folglich bei der Dreifelderwirthſchaft, nur den dritten Theil des Ackers.

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Die Guͤte des Bodens nach ſeinen chemiſchen und phyſiſchen Eigenſchaften gruͤndlich zu beurthei⸗ len und ſeinen Werth und Ertrag zu beſtimmen, iſt eine der wichtigſten Aufgaben der Landwirthſchafts⸗ lehre, die wir in dem Hauptſtuͤcke von der Agronomie zu loͤſen verſuchen werden. Hier, wo wir nur von dem reden, was beim Ankaufen des Guts wo keine ſo genaue Unterſuchung Statt fin⸗ det zu beobachten iſt, muͤſſen wir uns mit oberflaͤchlichen, aber in die Augen ſpringenden Zeichen behelfen.

Beurtheilung

der Guͤte Bodens.

des