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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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22 Auswahl eines Landguts.

da betraͤchtliche Kapitale, die vorher in andern Gewerben angelegt waren, derſelben Konzuncturen we⸗ gen dem Grundbeſitze und dem Ackerbau zufließen muͤſſen. Auf jedem Falle wird nach einer Reihe von Jahren die zweite Urſach ſo maͤchrig wirken, daß der Werth der Grundbeſitzungen noch ſteigen wird, wenn Ruhe, Zutrauen und freyer Handel hergeſtellet ſind. Ein uͤbermaͤßiges Sinken der Produkte iſt von einer ſtaͤrkeren Produktion keinesweges zu beſorgen, weil mit derſelb lben auch die Konſumtion zu⸗ nimmt.

H. 683s.

Bei dem ſchwankenden Werthe des Geldes bleibt dieſes aber immer ein unſicherer Maaßſtab zur Beſtimmung des poſitiven Werths des Grund und Bodens. Einen weit ſichrern und gleichbleibendern, allenthalben anwendbarern finden wir in einem ſolchen Produkte, welches ſich ſeiner Unentbehrlichkeit wegen in gleicherem Verhaͤltniſſe mit dem Werthe aller uͤbrigen Dinge auf die Dauer erhaͤlt. Dies iſt das Getreide, bei uns vorzuͤglich der Rocken, und um eine feſte Werthsbeſtimmung eines Land⸗ guts zu ſetzen, iſt es weit ſicherer, zu ſagen, es ſey ſo viele Metzen Rocken, als ſo viele Gul⸗ den werth. Wo man dann dieſen ſo beſtimmten Werth auf den nach den Zeitumſtaͤnden veraͤnderli⸗ chen Geldwerths reduziren will, da muß man das Durchſchnittsverhaͤltniß des Getreides zum Gelde in gewoͤhnlichen Jahren erforſchen, und kann dann leicht augmnitkeln, wie viel das Gut nach dem jebt be⸗ ſtehenden Geldwerthe gelten muͤſſe

5. 66. Werthſchaͤtzung Der Werth eines Landguts ergiebt ſich: 1) aus der Groͤße des ganzen Arreals und der einzelnen eines Landauts. Theile; 2) aus der Guͤte des Bodens, die aus ſeinen Beſtandtheilen und ſeinen phyſiſchen Eigenſchaf⸗ ten eigentlich nur genau ausgemittelt, jedoch vorlaͤufig aus verſchiedenen, gleich in die Augen fallen⸗ den Anzeichen im Ganzen beurtheilt werden kann; 3) aus der Lage und den Verhaͤltniſſen der verſchie⸗ denen Pertinenzien gegen einander; 4) aus den aͤußeren Verhaͤltniſſen, Vorzuͤgen und Gerechtſamen oder Belaſtungen und Dienſtbarkeiten des Guts, oder aus deſſen unkoͤrperlichen, relativen Qualitaͤten.

§. 67. Der Flaͤchenin⸗ Der Flaͤcheninhalt eines Guts und ſeiner einzelnen Theile kann nur durch eine geometriſche Ver⸗ halt. meſſung genau beſtimmt und aus der Charte und dem Vermeſſungsregiſter erſehen werden.

Es macht bei huͤgligem and bergigem Lande oft einen merklichen Unterſchied, ob dieſe Vermeſ⸗ ſung, nach der Wellenlinie der Oberflaͤche, oder horizontal und nach der Baſis, geſchehen iſt.

Man muß ſich in einem Lande, deſſen Feldmaaß man nicht genau kennt, ſorgfaͤltig nach demſel⸗ ben erkundigen. Es ſind leider! noch ſehr wenige Maaße vollkommen genau beſtimmt. Denn wenn man auch weiß, wie viel Quadratruthen ein Ackermaaß halte, und aus wie viel Fußen eine Quadrat⸗ ruthe beſtehe, ſo iſt dennoch die Laͤnge des Fußes unglaublich verſchieden, und eine ſunbedeutend ſchei⸗ nende Verſchiedenheit deſſelben macht eine große Abaͤnderung im Maaße einer ganzen Ackerflaͤche.

§. 68.

Maaß nach der Haͤufig aber ſind Landguͤter noch nicht vermeſſen, und dieſe Wermeſung bei einer Kaufangele⸗ AMusſnat. genheit zu bewerkſtelligen, iſt unmoͤglich. Hier wird der Flaͤcheninhalt nach gewiſſen Ackermaaßen an⸗ gegeben, die an ſich ſelbſt hoͤchſt unbeſtimmt ſind, z. B. die Jochart; oder man kann doch keine Ge⸗ waͤhrleiſtung fordern, daß das Gut oder deſſen Pertinenzien das angegebene Maaß wirklich halte. Man nimmt deshalb in Anſehung des Ackerlandes zum Einſaatsmaaß die Zuflucht, welches aber eine micht minder unſichere Angabe iſt. Hier muß man vor allem erforſchen, wie viel auf einer wohlbekann⸗ ten Flaͤche an dieſem Orte ausgeſaͤet werde, und welche Grundſaͤtze man, in Anſehung der dichtern

oder duͤnnern Ausſaat, nach Verſchiedenheit der Guͤte des Bodens und ſeiner Beſtellung befolge.

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