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Erster Band (1811) Begründung der Lehre und des Gewerbes : Oekonomie oder die Lehre von den landwirthschaftlichen Verhältnissen
Entstehung
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Faͤhigkeiten des Subjekts.

Nothwendigkeit und Zufall der Ausfuͤhrung in den Weg legen. Man muß ſolches nothwendig vor Augen ha⸗ ben, wenn man das moͤglich Hoͤchſte unter allen Umſtaͤnden erreichen will, um ſich demſelben in jeder Lage, waͤre es auch nur durch einen kleinen Schritt und durch große Umwege zu naͤhern. Unter Ideal der Landwirth⸗ ſchaft iſt keine einzelne Einrichtung, ſondern diejenige Orduung, wodurch unter allen gegebenen Umſtaͤnden der Zweck des Gewerbes nach 9. 1. und 2. am vollkommenſten erreicht wird, zu verſtehen. Es iſt durchaus noͤthig, daß eine ſinnliche Darſtellung aller Gegenſtaͤnde und ihrer Behandlung in jedem Detail und in jedem Momente mit der Lehre verbunden ſey, damit ein tiefer, klarer und bleibender Eindruck bewirkt werde, auch von jedem wichtigern Satze ein Erfahrungsbeweis oder erlaͤu⸗ terndes Experiment gegeben werden koͤnne. Deshalb iſt eine hinlaͤnglich ausgedehnte und komplizirte Wirthſchaft dabei noͤthig, die zu allen wichtigen Operationen die Vorkehrungen enthaͤlt und Veranlaſ⸗ ſung giebt. Da jedoch nicht Alles in einer Wirthſchaft vereinigt ſeyn kann, ohne ſie gar zu komplizirt zu machen, wodurch ſie wiederum aufhoͤren wuͤrde, eine Muſterwirthſchaft zu ſeyn, wie ſie doch ſeyn ſoll, ſo muß fuͤr das Inſtitut eine ſolche Gegend ausgewaͤhlt werden, wo mannigfaltige Ein⸗ richtungen und Verſchiedenheiten in der Naͤhe zu beobachten, und Vergleichungen anzuſtellen ſind. Ddie mit dem Inſtitute verbundene Wirthſchaft muß zwar eine Muſterwirthſchaft, braucht aber nicht eine vollendete zu ſeyn. Vielmehr iſt es beſſer, wenn ſie nur nach Vollendung hinſtrebt, um die Schwierigkeiten, die dieſer entgegenſtehen, und ihre Umgehung zu zeigen. Auch muß ſie ſich in den gewoͤhnlichen Verhaͤltniſſen befinden, und keine außerordentliche Huͤlfsquellen, womit ſie ſich ſchneller emporbeingen kann, als ſonſt moͤglich iſt, haben oder benutzen. Desgleichen darf ſie ſich keiner Huͤlfs⸗ mittel, vermoͤge eines unverhaͤltnißmaͤßig großen Betriebs⸗Kapitals bedienen, die im Großen durch⸗ aus nicht anwendbar waͤren. 8 Sie muß weder Duͤnger aus Staͤdten kaufen, noch durch tiefes Rajolen mit dem Spaten und durch Unterpfluͤgen mehrjaͤhriger Ernten u. dgl. zu koſtſpielige Mittel ihren Acker verbeſſern; ſondern muß durchaus

oͤkonomiſch richtig verfahren. Um zu zeigen, was durch ſolche Operationen bewirkt werden köoͤnne, reichen einzelne Quadratruthen zu. 7

MNiicht minder muß ein vollſtaͤndiger Apparat und zweckmaͤßige Einrichtungen fuͤr die hier gelehr⸗ ten Huͤlfswiſſenſchaften vorhanden ſeyn. Die ganze Lebensweiſe und Unterhaltung muß auf den einzi⸗ gen Hauptzweck hinausgehen, und die ganze Thaͤtigkeit auf denſelben gerichtet werden, nicht durch Zwang oder poſitive Anordnungen, ſondern vermoͤge der Liebe und des Intereſſes, welches fuͤr die Sa⸗ che erregt wird. Durch offene und freie Unterhaltung wird am beſten ein Austauſch der Ideen und Meinungen, ein tieferes Nachdenken uͤber ſelbige, und ein Abreiben aller mitgebrachten Schlacken des Vorurtheils bewirkt. Sie muß daher auf alle Weiſe befoͤrdert, herbeigefuͤhrt und geleitet werden, indem nichts ſo ſehr eine gruͤndliche Pruͤfung befoͤrdert als Widerſpruch, der nicht durch Anſehn der Perſon, ſondern durch Vernunft gehoben und zur klaren Entſcheidung gebracht werden muß.

Da wiſſenſchaftliche Ausbildung an ſich keinen aͤußern Zwang leidet, ſondern nur Wirkung des

freien Geiſtes ſeyn kann, und da ſich ferner im Allgemeinen annehmen laͤßt, daß diejenigen, welche

ſich auf einer ſolchen Anſtalt einſinden, aus freier Wahl und alſo mit dem feſten Willen, ſich die moͤg⸗ lichſte Vollkommenbeit in dieſem Fach zu erwerben, hinkommen, ſo waͤre Zwang ſchaͤdlich und unnuͤtz. Dagegen waͤren aber die, welche aus irgend einer andern Abſicht kaͤmen oder hergeſchickt waͤren, ſo⸗ gleich zu entfernen, ſobald es ſich nehmlich zeigte, daß ſie von jenem gemeinſamen Geiſte nicht ergrif⸗ fen wuͤrden, und nur durch Zwang abgehalten werden koͤnnten, ihn nicht zu ſtoͤren. Jedoch muß al⸗ lerdings eine gewiſſe Ordnung, in ſofern ſie um des gemeinen Beſtens willen, und um jeden ſeine Frei⸗ heit und Bequemlichkeit zu ſichern, noͤthig iſt, feſtgeſetzt und ſtrenge beobachtet werden. So ſehr die geſellige Mittheilung unter jenen Vorausſetzungen den Zweck befoͤrdert, ſo darf ſie dennoch den einſamen Fleiß nicht ſtoͤren, weshalb jeder einzeln ein eignes Zimmer bewohnen und ſol⸗ ches ungeſtoͤrt fuͤr ſich beſitzen muß.

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