Druckschrift 
Über Wirthschafts-Einrichtungen nach den Grundsätzen des Schottischen Ackerbaues mit Berücksichtigung der Landwirthschaftlichen Verhältnisse in England und über Verschönerung ländlicher Besitzungen : Mit vierzig Kupfertafeln unlängst ausgeführte Wirthschafts-Gebäude und Ländliche Verbesserungen darstellend / Von J. L. Laudon. Aus dem Englischen übersetzt von Aloys Prosper Biernacki ... und mit Erläuterungen, Anmerkungen und einer Vorrede versehen von A. Thaer
Entstehung
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sitzung des M. Barett, zwischen den Malwerner Hügeln bei Letbury, wurden beträcht- liche Verschönerungen in Haus und Umgebung nach meiner Angabe ausgeführt. Hier sind Obstbäume und Hopfen abwechselnd bald in regelmäſsigen Reihen in Verband, bald in ungezwungener Zusammenstellung als Gruppen und Dickigte, im Park zerstreut an- gepflanzt.

3. Kuhwirthschaften erfordern einen gewissen Umfang an Weiden und Wiesen; sonst aber haben sie wenig Eigenthümliches, auſser in Hinsicht des Molkenhauses und Kuhstalls. Taf, XXXIV. zeigt eine Anlage die in einer sehr reizenden Gegend, in der Nähe von Tunbridge-Wells, auf den Gütern Birchden und Hamsel ausgeführt werden 30ll. Diese Farm ist für eine ausgedehnte Ackerwirthschaft, mit vielen Milch- und Zuchtkühen bestimmt. Die Baustelle ist flach und nach dem Wasser zu sanft abhängig. Ueber dem Schuppen zur Maststallung und zum Winteraufenthalt für anderes Vieh be- stimmt(das Mästen des Viehes in Schuppen wird immer allgemeiner, so wie die Nor- folker Art Rüben zu bestellen, überhand gewinnt), sind bedeckte Getreide-Feimen an- gebracht, deshalb hier kein besonderer Feimenhof angegeben ist.

Die Umgebungen des Hauses sind etwas erhöht und gegen das Gebäude sanft ab- hängig um das Abladen des Getreides zu erleichtern. Der Stall und das Kuhhaus sind mit gröſstmöglichster Raumersparniſs angelegt und um die Futterung des Viehes von einem Punkt aus zu bewerkstelligen.

Unter den Trégen, welche der Dreschmaschine das Wasser zuführen, ist ein Dampfapparat, Rüben-Waschmaschinen und eine Stachelginst-Quetschmühle angebracht; b die beiden letzteren setzt die Welle mittelst Kurbeln in Bewegung; ersterer empfängt das Wasser aus dem Troge, und die Spreu und das Hintergetreide aus der Spreukammer etc.

Das Molkenhaus ist nicht abgebildet. Es steht auf einer Erdzunge des nahe bei dem Wirthschaftshof belegenen Theils vom Teichufer, auf der linken Seite des Wohn- hauses neben einem Wasserfall, der eine Buttermaschine in Bewegung setzt, und bei warmen Wetter die Wohnzimmer mittelst Ventilatoren abkühlt. Im übrigen ist es nach den allgemeinen Grundsätzen eingerichtet. Fig. 1. und 2. Taf. XXXVII. gewähren einen anschaulichen Begriff davon.

Das Wohnhaus ist auf dem felsigten schroffen Ufer des Teiches erbauet. Die perspektivische Ansicht der Wirthschaftsgebäude von oben herab stellt Fig. 2. auf Tafel XXXV. dar.

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