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Über Wirthschafts-Einrichtungen nach den Grundsätzen des Schottischen Ackerbaues mit Berücksichtigung der Landwirthschaftlichen Verhältnisse in England und über Verschönerung ländlicher Besitzungen : Mit vierzig Kupfertafeln unlängst ausgeführte Wirthschafts-Gebäude und Ländliche Verbesserungen darstellend / Von J. L. Laudon. Aus dem Englischen übersetzt von Aloys Prosper Biernacki ... und mit Erläuterungen, Anmerkungen und einer Vorrede versehen von A. Thaer
Entstehung
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Hauptstück VVI. Beispiele gemischter Art. S. Taf. XXX. bis XXXVI.

De vorhergehenden Beispiele zeigen die bei der Einrichtung von Pachtgütern und Wirthschaftsgebäuden zu beachtenden Grundsätze; ich lasse nun einige Bemerkungen über Wirthschaften von unbestimmtem Charakter folgen.

1. Hüglichte Pachtgüter.— Ich verstehe darunter solche, deren Felder so steil abschüssig sind, dals sie die Beackerung verhindern, oder dabei wenigstens gewisse Vor- richtungen voraussetzen. Im letzten Fall müssen bei Anlage der Koppeln alle Erleich- terungsmittel der Bestellung vorzügliche Rücksicht finden; man muſs deshalb jeder Kop- pel entweder möglichst ebene Oberfläche, oder sonst doch jeder einen Abhang von ver- schiedener Neigung geben. Dies ist in der Regel ausführbar, weil die meisten hüglichen Felder durch Thäler unterbrochen sind, oder Abdachungen mit wechselndem Abhang haben. Die Lage der Feldwege und der Gebäude ist von Wichtigkeit, sie müssen, wie die Beschreibung von Tew-Lodge zeigt, am Abhange angelegt werden.

Hüglichte Lagen sind besonders lebendigen Hecken günstig; hier finden schmale pflanzungen ihren Ort. Mimburyfort(s. Taf. XXX.) ist ein, hauptsächlich aus Acker- lande(was ich jedoch für unwirthschaftlich halte) bestehendes hüglichtes Pachtgut. Es ist nahe an 390 Acres groſs, und in der mahlerisch-schönen Höhegegend von Wildshire. Der Boden enthält theils Lehm mit Kieselsteinen oder Kalk, theils strengen weichen Bo- den mit Zusatz von Thon*). Die vorgefundenen Streifen von Strauchholz und von hoch- stämmigen Pflanzungen bezeichnet die Charte. Ich kaufte dieses Gut im Jahr 18⁰9., um es zu verbessern; die beabsichtigten Aenderungen und Anlagen enthält Taf. XXXI. Die höchsten und fernsten Flecke bleiben Weideplätze, die Ecken und steilen Abhänge der- selben sind bepflanzt, und die Eiche zu Schlagholz, die Rothbuche dagegen zu hoch- stämmigem Wuchs bestimmt worden. Hierdurch erhält das Ackerland Schutz, und diese Stellen erreichen den höchstmöglichen Ertrag. Der Getreidebau ist auf dem trag- barsten Boden, bei der ebensten Oberfläche eingeschränkt. Der Wirthschaftshof soll in die Nähe der Ackerfelder kommen, und der jetzige, an das Herrenhaus gränzende, ab- gebrochen werden. Die Ackerfelder liegen in 8 Schlägen, und sollen folgender Frucht- folge unterliegen:

1. grüne Gewächse im Dung; 2. Gerste oder Sommerweitzen; 3, 4, 5. künst- liche Gräser; 6. Hafer; 7. Erbsen gedüngt; 8. Weitzen.

*) Ob die Britten auch Boden, der keinen Zusatz von Thon hat, Weitzenboden nennen, weiſs ich nicht. Th.

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