kann man sich überzeugen, daſs durch die ausgeführte Anlegung der Hecken nicht nur den vorstehenden Anforderungen genügt, sondern auch die nutzbaren Grundstücke um. mehr als 40 Acres vermehrt worden, die vordem mit Gebüschen, Schwarzdorn-Hecken und Gestrüppe bedeckt waren, und eine Herberge für Unkräuter, Insekten und Vögel bildeten.
Dornhecken sind in einem Boden, wie der von Tew Lodge, unbezweifelt die zweckmäſsigsten. Die Art sie zu pflanzen ist etwas von der landüblichen verschieden, hat aber den Vorzug, dals sie fast alle Reinigung erspart. Sie ist bei der in Needwood- Forest neuerdings im Groſsen angewandt worden, ünd besteht lediglich darin, daſs die Dornpflanzen unter die Rasendecke gesteckt werden, wie dieses aus der Profilzeichnung 6 und 7, Kpfrt. V., deutlich zu entnehmen ist.
Die zum Schutz der lebendigen Hecken nöthigen Befriedigungen müssen in Stan- genzäunen bestehen, und sind nur durch zwei Jahre in fünfen nothwendig; nämlich wenn die Felder mit Klee bestanden sind. Die mit Büben bestellten Felder bedürfen
keines Stangenzaunes, da nach der besten Methode dieselben mit den Schafen in Horden
verfüttert werden*).
Bäume und Pflanzungen.
Gekappte Bäume werden, im Vergleich mit unverstümmelten, als ein das Auge beleidigender Gegenstand angesehen; auch beherbergen sie das Ungeziefer, und beschä- digen die Hecken durch ihre dichten und näher am Boden, als bei andern Bäumen, an- gehenden Kronen. Ihre Wurzeln sind ebenfalls schädlicher, indem das häufige Kappen das Ausschlagen aus der Wurzel befördert. Kappbäume sind demnach nur als Brennholz brauchbar.
Ich habe sie deſshalb auf der ganzen Besitzung ausgerottet, mit Ausnahme der- jenigen, die sich leicht hochstämmig ziehen lieſsen. Dagegen bewahrte ich sorgfältig hochstämmige Bäume jeder Art, wo ich sie auch fand; man kann auf jedem Felde der Besitzung viele derselben sehen, die auf der Stelle der geordneten Hecken stehen blie- ben, welche jetzt, bald in interessanten Gruppen bald in geraden Reihen, oder auch einzeln stehend, und hin und wieder durch einen Dorn- oder Stechpalmenstrauch ver-
bunden sind*).
*) Das Abhorden der, mit so viel Sorgfalt erbaueten, Rüben mit Schafen, bleibt bei den Britten immer die allge- meinste und beliebteste Methode. Daſs sich der Acker sehr gut dabei stehe, hat wohl keinen Zweifel. Allein, ein sehr grofser Theil der groſsen Rüben mufs doch vom Pferch verunreinigt und nur am Kopfe angebissen, für das Vieh verloren gehen; und wenn man so viele Arbeit auf den Bau derselben verwandt hat, so scheint es mir doch unökonomisch, die letzte des Aufnehmens zu sparen. Hat wohl jemand in Deutschland den Versuch ge-
macht?— Ich kann mich nicht dazu entschlieſsen. Th.
**) Ieh gestehe ein, dafs ich eine solche Durchspickung der Felder mit Bäumen und Sträuchern nicht zweckmäſsig, mithin nicht schön finden kann; es sey denn, daſs man viele Weideschläge habe, wo sie dem Vieh Schatten geben
können. Den Früchten thun sie immer bedeutenden Schaden. Th.
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