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Kulturarten als des Betriebes der Wirthschaft gegeben. Deshalb nimmt dieser Bericht
das erste und gröſste Hauptstück meines Werkes ein. Wirthschaften können entweder nach ihrer natürlichen Beschaffenheit: als Boden,
Oberfläche, Lage u. s. w., oder nach ihren zufälligen Eigenschaften: als dem Zweck
oder einer besonders beabsichtigten Kulturart, und deren Ausdehnung betrachtet werden.
Ich habe deshalb in den nachfolgenden Hauptstücken von jedem Charakter eines wirth- schaftlichen Ganzen ein Beispiel aufgestellt, und jedem so viel Erläuterung beigefügt,
als nöthig war, die Einrichtungsgrundsätze einleuchtend zu machen. Dabei habe ich
mich jedoch kurz zu fassen gesucht, in der Ueberzeugung, daſs ein anschauliches Abbild
dem zu erklärenden Gegenstande mehr Bestimmtheit giebt, als die weitschichtigsten Er- klärungen wortreicher Beschreibungen.
Wenn dem Ackerbau in den nördlichen Bezirken der Vorrang vor dem in den südlichen eingeräumt ist(und wer, der je einen Vergleich zwischen Boden, Klima und. Ertrag beider Gegenden anstellte, kann das Thatsächliche bezweifeln?) so kann der Vortheil einer jeden Maaſsregel, die seine Einführung beférdert, bei dem Publikum nicht in Frage stehen.
Ob diese Einführung durch einheimische dazu gebildete Pächter, oder durch An- stellen Schottischer Pächter als Musterwirthschafter, oder ob, wie es vorzüglicher zu seyn scheint, durch Verein beider Maſsregeln bewirkt wird, will ich der Verschie- denheit der Meinung anheim gestellt lassen.
Ohne mich über das Verdienstliche dieser Aufgabe oder über die Zweckmäſsigkeit des Werkes zu verbreiten, genügt es mir: der Erste zu seyn, der die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Verschiedenheit des Ertrags in Schottland und England richtete*).
Eben so finde ich darin Beruhigung, daſs, als der Streit über den in Rede ste- henden Gegenstand entgegengesetzte Meinungen zu Tage förderte, und zufälliger Irr- thum bitterem Tadel sich aussetzte, bloſs das Beispiel der aus den nördlichen Bezirken in verschiedenen Theilen Englands sich ansetzenden Pächter Wetteifer anfachte.
Wenig Jahre werden über das Wesentliche des Erfolgs entscheiden, und so wird sich das prophetische Wort des ersten Naturphilosophen der Zeit bewähren:„daſs die schottische Erfindungskraft und Gewerbkenntniſs auf den Ackerbau wohlthätiger einge- wirkt, einwirkt und einwirken wird, als dieses anf allen andern Wegen zusammenge-
nommen geschah, seit der Zeit dafs Adam zum erstenmal den Spaten führte**).“
*) Siehe: Winke über den Ertrag von Grundeigenthum, u. s. w.; herausgegeben 1808. Vrf.
**) Siehe den Brief von Sir Joseph Banks an Sir John Sinklair, worin er ihn ersucht, ein Werk über den Schot- tischen Ackerbau auszuarbeiten, der zuerst zur öffentlichen Kenntniſs durch die Schoittischen Zeitungen gekommen ist, ein Jahr später, nachdem ich über denselben Gegenstand geschrieben hatte. Die Erwartung dieses Werkes
hielt mich ab, weitläuftiger in den Ackerbau der nördlichen Bezirke einzugehen. Siehe Edinburg Ewening Cou-
rant; Novemberstück 1809., und Farmers Magazine für das Frühlingsquartal. 1810.+). Vrf. †) Dieses Werk ist erschienen. Ein zweckmäſsiger Auszug, keine Uebersetzung, würde im Deutschen will- kommen seyn. Th. ——
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