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Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
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3 4* Fokſtwirthſchaft. 4 (380) 3

I. Von dem antacht ichen s rſchlag des Ertags eines anzukaufendend Forſtätks.

Eine unerläßliche Bedingung dabey iſt die Kenntniß der Größe des Forſtes oder der Fläche, welche als Holzboden anzu⸗ ſehen iſt. Ganz kleine Waldparcelen laſſen ſich allenfalls durch einen erfahrnen Geometer anſprechen; bey größern Forſten, wenn ſie auch nur 500 600 Morgen betragen, ſind weſentliche Ir⸗ rungen bey dem bloßen Anſprechen nicht zu vermeiden. In den mehreſten Fällen ſind Vermeſſungen oder doch Karten vorhanden. Fehlt das Vermeſſungsregiſter, ſo muß die Karte wenigſtens uͤberſchlagen werden, um den muthmaßlichen Flächeninhalt zu ermitteln. Iſt die Vermeſſung ſchon alt, und zu vermuthen, daß der Flächeninhalt ſich durch Rodungen vermindert, oder auch wohl durch hinzugezogene Ackerſtücke u. dgl. vermehrt ha⸗ ben könnte, ſo muß man mit der Karte in der Hand die Gren⸗ zen revidiren, um ſich möglichſt Auskunft über die erfolgten Veränderungen zu verſchaffen.

Nur der wirkliche Holzboden, welcher zur Holzproduction be⸗ nutzt werden kann, kommt in Betracht. Sümpfe, Fenne, Klip⸗ pen, Wege u. ſ. w. müſſen deßhalb von der ſummariſchen Fläche in Abzug gebracht werden.

Die Waldblößen, welche mit Holz bebaut werden können, haben zwar einen Werth; ſie geben jedoch erſt in der Zukunft Ertrag; ihr Anbau erfordert oft beträchtliche Auslagen, und ihr Betrag muß ebenfalls von einem Sachverſtändigen, wenn auch nur muthmazßlich, ermittelt werden.

Der vorhandene Holzbeſtand wird auf jeder einzelnen Figur, wie ſie auf der Karte entweder durch Wege, Schneißen, Gewäſ⸗ ſer, Thalzüge gebildet, oder durch ihre vereinzelte Lage geſon⸗ dert, ſich zeigt, unterſucht werden.

Man notirt ſich davon:

a) Die Holzgattung,

b) das Alter des Holzes,

c) die Dichtigkeit des Beſtandes, ob er als vollkommen ge⸗ ſchloſſen nur zu z, ½, ¼, u. ſ. w. des vollen Beſtandes angeſprochen werden kann;

d) die Beſchaffenheit, ob Nutzholz oder nur Brennholz vor⸗ handen iſt..

Nach dieſer Durchſicht der Beſtände berechnet man die durch⸗ ſchnittliche Holzerzeugung, welche auf dieſen Flächen, dem über den Zuſtand der Beſtande gefällten Urtheile gemäß, erfolgen ann.

Fgolgende kleine Tabelle wird man zum Anhalt benutzen können, um die vollen und geſchloſſenen Beſtände nach ihrem Durchſchnittsertrage für den preußiſchen Morgen berechnen zu können, da nur in ſeltenen Fällen auf einen höhern Einſchlag mit Sicherheit zu rechnen ſeyn dürfte.

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Fig. 2. Fig. 3. 1 Fis. 4.2 Fig. 5. 1 Fig. ö. Fig. 7. 1 Fig. 8.2