1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. G 29 441
chwelle, erziehen will. Mehrere Raupengattungen nähren ſich von ihren
euchtig⸗ Nadeln und tödten ſie, wenn ſie dieſelben ganz abfreſſen, da ſie
deßhalb dann nicht von der Kiefer neu erzeugt werden können. Sobald
eſe oder jedoch nur ein Theil der Nadeln abgefreſſen iſt, kann die Kiefer
den und neue Ausſchläge machen und die verlornen erſetzen. Das Feuer
zafte iſt iſt vorzüglich den jungen Beſtänden, worin viel abgeſtorbene tro⸗
Hotzgat⸗ ckene Reiſer, Moos und Flechten ſind, gefahrlich, der Sturm
„welche wirft das ältere Holz auf ſehr lockerm und flachgründigem Bo⸗
Erleuch⸗ den um, vorzüglich dann, wenn es ſehr ſchlang heraufgeſchoſ⸗
eine leh⸗ ſen iſt. Der Schnee und Duft hängen ſich an die langen Na⸗
(ald ſo⸗ deln an und brechen die ſchlanken langen Stangen und ſehr
udmande dicht ſtehende junge Dickigte nieder, weßhalb die Kiefer oft nicht
Flowme in Gegenden gezogen werden kann, wo Duftanhang und Roh⸗
urzeln, ſo reif ſehr häufig Statt finden. Von den Mitteln, dieſen mannich⸗
egefunden faltigen Beſchädigungen der Kieferbeſtände vorzubeugen, wird im
nur dann Forſtſchutze die Rede ſeyn.— Im freyen Stande, zu Allee⸗
damit an. bäumen, ſehr weitläuftigen Pflanzungen auf Angern, an Fel⸗
lhafte Be⸗ dern und Wieſen, eignet ſich die Kiefer nicht, da ſie dann unre⸗
orſtheſitzer gelmäßig und zu ſehr in die Aeſte wächſt. Ihre Beſchattung
zu laſen, wirkt zwar nicht nachtheilig; allein ſie erhält dann einen ſchlech⸗
ſo nöthige ten, dem Auge ungefälligen Wuchs, wobey ſie zu Bau⸗ und
iſt jedoch Nutzholz untauglich wird; auch laufen ihre Wurzeln ſehr weit
als die iſt, in das aufgelockerte Feld aus, verhindern und erſchweren dann
en, wenn das Ackern. Der mannichfaltige Gebrauch dieſes Holzes zu Bau⸗
ſalens der holz, Brettern, Spaltholz und Nutzhölzern verſchiedener Art iſt
denjenigen bekannt..—.„.
entweder 17. Die Fichte(Pinus picea nach du Roi, Pinus Abies
gt, in der nach Linné und Wildenow) wird mehr in den gebirgigten 1 bis 3 goel Gegenden getroſſen. Ihre Wurzeln ſind mehr flachlaufend, als h die Mü tiefgehend; deßhalb eignet ſie ſich auch mehr für felſigten und vird der flachgründigen Boden, als die Kiefer, deren tiefgehende Wurzeln aber nach auch einen tiefgründigen Boden verlangen. Sehr fruchtbarer der beſte Kalk⸗ und Mergelboden iſt ihr nicht zuträglich, indem ſie auf
Schalen ſolchem leicht rothfaul wird; auf magerm Sande gedeihet ſie
on Rinde gar nicht. Sie bleibt in der Jugend länger klein, als die Kie⸗
ol; ſchon fer, und hat bis zum 30ſten Jahre einen ſchwächern Wuchs,
˖dieß in kommt dann ihr aber bald gleich und gewährt auf verhältniß⸗ oon einem mäßig gleich gutem Boden im 120. Jahre eine beträchtlich größere Rähe von Holzmaſſe, als dieſe. Dieß entſteht daher, daß ſie ſich geſchloſ⸗ Anzünden ſener hält, und die Stammzahl auf einer gleichen Fläche größer ehandlung iſt, die Stämme ſelbſt aber auch bey gleicher Dicke mehr Volu⸗
koßen Ge⸗ men enthalten, da die Fichte eine größere Länge erreicht und
er ſind ein nach dem Wipfel zu auch weniger abfallend iſt, als die Kiefer.
allen Ilit⸗ Man hat Fichtenwälder, wo der preußiſche Morgen mehr als
Vichtij⸗ Eine Klafter jährlichen Durchſchnittszuwachs erzeugt: ſchon
rnothigen bey einem mittelmäßigen Boden, kann man auf dreyviertel Klaf⸗
n, körnen tern für den Morgen von geſchloſſenen Beſtänden rechnen.
Ethattung Dieſe müſſen jedoch, da der ſtärkſte Zuwachs erſt in ſpäterm
FSnreune⸗ 4 Alter, als bey der Kiefer erfolgt, auch etwas älter werden, und
Veden, man benutzt die Fichtenorte mit Vortheil nicht unter 90 bis 100
Jahren; diejenigen, wo man ſtarkes Holz zu Brettklötzern u. dgl. erziehen will, müſſen auch 120 bis 130 alt werden, indem uund muß von dieſer Holzgattung, wegen ihrer flachlaufenden Wurzeln,
Beſtinde welches macht, daß ſie leicht vom Winde umgeworfen wird, nicht


