Druckschrift 
Die Forstwirthschaft nach rein praktischer Ansicht : so wie sie der Privatforstbesitzer oder Verwalter führen muss, um sie in Verbindung mit der Landwirthschaft am vorteilhaftesten einzurichten ; ein integrirender Theil der allgemeinen Encyklopädie der gesammten Land- und Hauswirthschaft der Deutschen ; mit einer Kupfertafel / dargest. von W. Pfeil
Entstehung
Einzelbild herunterladen

d) eignet ſich

ekein zu hohes

Schatten wenig ͤt und reichlich viel beyträgt. hnicht ſehr be⸗ er Triften und eſchickt, da ſie geugung nicht gen Aeſte weg⸗ ndwirth iſt ſie ſie giebt da⸗ effliches Schaf⸗ noch Nutzholz, nerholz zu be⸗ Von ih⸗ des Betriebes

Sie iſt ein z jedoch nicht wo es hohl kann, da es nholz und die Vagnerholz, Von der Be⸗ .Die Dauer in den Stamm auf ſchält, und as Einweichen Nenge gewon⸗ chützt das Ei⸗ em und Fäul⸗ o Dauer und mmen werden, lich ſehr leicht iſt ſehr leicht een die äußern eine beſtimmte 3. bey Mühl⸗ Hunterrichten, gebracht wer⸗ in den geſun⸗ Holzes, auch en**) verhält un die Klafter da einen Werth hlen ſind zwar

as beſſer, wer⸗

gemacht werden,

Gewichte und ver⸗ , von v. Werneck.

1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe.

den jedoch nur ſehr ungern auf den Hütten und von den Feuer⸗ arbeitern verbraucht. Nur gegen die Kohlen von Stangen⸗ oder Reidelhölzern hat man weniger Widerwillen.

Das Brennholz, in Klaftern ſtehend, hält ſich mehrere Jahre, ohne zu verderben; das Reisholz kann man im Freyen höchſtens wey Jahre aufbewahren. Wichtig iſt die Stockholznutzung, a man auf 5 Klaftern Stock⸗ und Zackenholz bey guter voll⸗ ſtändiger Rodung mindeſtens 1 Klafter Stock⸗ und Wurzelholz rechnen kann.

Sehr wichtig iſt die Eiche in vielen Gegenden durch ihre Rinde, welche vorzugsweiſe zum Gerben des Leders benutzt wird. Der Schlagholzbetrieb giebt bey einem Umtriebe von 18 bis 30 Jahren verhältnißmäßig die mehreſte und am beſten bezahlte Rinde, bekannt unter dem Namen Spiegelrinde. Von ihrer Ge⸗ einnnng und vortheilhafteſten Benutzung wird in der Folge die Rede ſeyn.

Die Früchte ſind ein bekanntes Futter für Schweine, Schaſe und andere Hausthiere, ſo wie eine Lieblingsnahrung der meh⸗

reſten Wildgattungen. Auch von ihrer Benutzung wird gehan⸗ delt werden. Je nachdem ſie frey oder geſchloſſen, auf paſſen⸗ dem oder unpaſſendem Standorte ſteht, trägt ſie mehr oder we⸗ niger, früher oder ſpäter, wovon in der Folge das Nähere. Die Blaͤtter geben, im Auguſt und September entweder durch Streifeln, oder Abhauen und Ausſchneideln der ſchwachen Zwei⸗ ge gewonnen, dann gut getrocknet, ein gutes Futter für Schafe und Ziegen. Das abgefallene Laub giebt ein ſehr mittelmäͤßiges Düngungsmaterial.

Das Gewicht des Eichenholzes iſt grün 70 Pfund, bey ge⸗

wöhnlicher Trockenheit 60 Pfund. Da es auf dieſe Art grün ſpecifiſch ſchwerer als das Waſſer, wovon der Cubikfuß 62 Pf. wiegt, iſt, und auch halb getrocknet und in das Waſſer gewor⸗ fen durch Aufſaugen der Feuchtigkeit ſchwerer wird, ſo kann es in runder Form oder dicken Stücken nicht geflößet werden, ſon⸗ dern nur etwa in breiten dünnen Scheiten.

Der ſunde Eiche ſind Roth⸗, Damm⸗ und Rehwildpret ſehr gefährlich, und ſelbſt die Haſen verbeißen ſie im Winter. Sie kann dieß nicht ertragen, und geht in der Regel ein, wenn es mehrere Jahre hindurch geſchieht, ſo daß man nur bey vol⸗

lem Schutze gegen dieſe Wildgattungen Eichen erziehen kann.

Auch die Hausthiere lieben das grüne Laub ſehr, vorzüglich das Rindviehe welches noch ſtarke junge Stämme niederreitet, um ſie zu befreſſen, weßhalb die Schonungen ſorgfältig gegen Hu⸗ tung geſchützt ſeyn müſſen. Die Saaten müſſen ebenfalls gegen das Aufleſen der Eicheln durch mancherley Thiere geſichert ſeyn, wovon an einem andern Orte näher wird gehandelt werden.

2. Die Maſt⸗oder Rothbuche, Fagus sylvatica.

Sie wird herrſchend gefunden, indem man beträchtliche Stre⸗ cken von ihr eingenommen findet. Vorzüglich gedeiht ſie in den Vorbergen der deutſchen Gebirge, auf Kalk⸗, Baſalt⸗ und frucht⸗ barem Lehmboden. Doch findet man ſie auch noch in den frü⸗ her vom Meere überſchwemmt geweſenen Ebenen auf Lehmbo⸗ den von gutem Wuchſe, wie die ziemlich ausgedehnten Buchen⸗

korſte in Holſtein, Mecklenburg und Pommern zeigen. Auf ei⸗ 2