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1. Abſchn. Kenntniß der Forſtgewaͤchſe. (415)
wachſen, ſich weit ausreckend, fort bis in das hohe Alter, und der Schaft verliert ſich in der Veräſtung. Durch Schneidelung kann man ſie zwar langſchäftig in die Höhe ziehen, der Stamm wird dann aber knickig, knotig und wimmerig, ſo daß er alle Spaltig⸗ keit verliert, und höchſtens zu Bauholz mit der Säge verſchnitten werden kann.
In der Jugend hat ſie ſtets eine ſtarke Pfahlwurzel, und be⸗ darf ſie auch zum Gedeihen, welches davon abzuhängen ſcheint, daß dieſe tief eindringen kann. Mit dem 60— 80. Jahre verliert ſie dieſe oft, bey höherem Alter beynah immer, und die flacher ſtreichenden Seitenwurzeln übernehmen dann allein ihre Ernäh⸗ rung. Werden dieſe durch Streurechen entblößt, ſo wird der Stamm wipfeldürr, und ſtirbt auch oft ganz ab.
Sie erträgt keine Beſchattung mehr, wenn ſie drey bis vier Jahr alt iſt; früher auch nur eine ſehr geringe, und muß im vol⸗ len Lichtgenuſſe heraufwachſen. Der Schatten, welchen ſie macht, iſt für andere Hölzer, wie für die Graserzeugung, nicht ſo nach⸗ theilig, als der der Buche oder Linde, da ihr Blattſchirm lichter und durchbrochener iſt, weil die Zweige ſich weniger veräſteln.
Ihre Ausſchlagsfähigteit, die bloß am Stamme Statt fin⸗ det, da ſie keine Wurzelbrut treibt, erhält ſich nach Boden und Wuchs verſchieden, bald bis in ein höheres, bald niedrigeres Alter. Je langſamer der Wuchs iſt, deſto länger ſchlägt ſie aus. An dürren Berghängen oft bis zu hundert Jahren und darüber mit Sicherheit, im Fluß⸗ und Meeresboden oft nur bis zu 40 bis 50 Jahren. Diejenigen Stämme, welche an der Erde noch Knoſpen und Waſſerloden haben, ſchlagen auch noch aus, und können deßhalb noch auf die Wurzel geſetzt werden. Am Stam⸗ me des ganzen Baumes ſchlägt die Eiche ebenfalls gut und oft ſehr lange wieder aus, ſo daß ſie als Schneidelholz einen rei⸗ chen Ertrag giebt, wenn man ihr einige Zweige im Wipfel läßt und nur die Seitenäſte wegnimmt. Bis in das ſechzigſte Jahr kann man jede Eiche noch zur Schneidelholzwirthſchaft einrich⸗ ten; viele, vorzüglich wenn die abgeſtorbenen äußern Rinden⸗ lagen nicht zu dick ſind, bis zu 120 Jahren. Zu Kopfholze, wo der Stamm in der Höhe von 5 bis 7 Fuß ganz weggehauen wird, eignet ſie ſich nicht.
Der Ertrag der Eiche iſt außerordentlich verſchieden hinſichts der von ihr zu erwartenden Holzmaſſe, jenachdem der Boden iſt, auf welchem ſie ſteht. Unter günſtigen Verhältniſſen kann ſie ſchon mit 100 Jahren Stämme geben, welche alle gewöhn⸗ lichen Bauhölzer und inländiſchen Spalthölzer geben; oft iſt auch ein Alter von 120 bis 160 Jahren dazu nöthig. Ganz ſtarke Hölzer, wie Mühlwellen, Schiffbauholz u. dergl., werden nicht vortheilhaft in ganzen Beſtänden gezogen, ſondern beſſer in einzelnen übergehaltenen, dazu geeigneten Stämmen.— Bey einem mittelmäßigen Wuchſe laßt ſich für den preußiſchen Mor⸗ gen wohl eine halbe Klafter*), oder 40 Cubikfuß reine Holz⸗ maſſe jährlich an Durchſchnittszuwachs erwarten, wenn der Beſtand voll iſt. An Schlagholz in 15⸗ bis 30jährigem Um⸗
2) Stoksdiſt in dieſem Theile der Eneyklopädie nur von preußiſchem Maaße


