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Die äussern Zeichen der Milchergiebigkeit bei den Kühen, nach welchen sich nicht nur der Ertrag an Milch nach Menge und Güte, sondern auch die Dauer des Milchertrags während der neuen Trächtigkeit beurtheilen läßt / von François Guénon. Aus d. Franz. übers. von F. S. Kurtz
Entstehung
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übereinſtimmten, einige unbedeutende Differenzen in der Schätzung der Menge der Milch abgerechnet. Wir müſſen aber hiebei be⸗ merken, daß die Kühe auf dieſem Gute immer mit Klee oder an⸗ deren künſtlich angepflanzten Futterkräutern, welche den Milchertrag beträchtlich vermehren, reichlich ernährt werden, was bei Herrn Guénon den Irrthum verurſachen konnte, daß er den Ertrag an Milch etwas geringer ſchätzte, als er in der That war, indem er mit der in der Gegend üblichen Fütterung gar nicht bekannt war.

Um Ihre Commiſſion vollkommen von der Wahrheit ſeiner Entdeckung zu überzeugen, machte uns Herr Guénon mit den verſchiedenen Zeichen, auf welche er ſeine Methode gründet, be⸗ kannt; mittelſt dieſer Zeichen, welche äußerlich uns in die Augen fallend, und den Thieren von Natur aufgeprägt ſind, bildete er 8 Claſſen oder Familien, welche mit einander alle Kühe aus den verſchiedenen Provinzen Frankreichs begreifen. Jede Claſſe theilt ſich in 8 Ordnungen, von denen jede wieder in 3 Unterabthei⸗ gen nach der Größe der Kühe zerfallen.

Nach den zahlreichen Beobachtungen des Erfinders gehören alle Kühe irgend einer dieſer Claſſen oder Familien an, und laſſen ſich unter eine der bezeichneten Ordnungen bringen. Jede Claſſe hat ihre nach Form und Größe abweichende Zeichen, welche auf den erſten Blick ſehr leicht zu unterſcheiden ſind. Demzu⸗ folge ſind die Kühe der erſten Ordnungen jeder Claſſe die beſten, und ihr Milchertrag ſteht immer im Verhältniß mit ihrer Ord⸗ nung, ſo daß die zwei erſten die ergiebigſten, die 3te und 4te weniger gut, die übrigen verhältnißmäßig die ſchlechteſten ſind.

Herr Guénon machte in unſerer Gegenwart die Anwendung ſeines Syſtems auf mehrere Kühe, welche ihm aufs Neue vor⸗ geführt wurden, und an welchen er uns ihre Kennzeichen be⸗ merklich machte, die mehr oder weniger groß und verſchieden waren, je nachdem die Kühe gute oder ſchlechte Milchkühe waren. Er ſagte uns, daß ſich ſein Syſtem eben ſo gut auf die jungen Thiere anwenden laſſe, und daß man mit Sicherheit ihre Tauglichkeit in Beziehung auf Milcherzeugung zum Voraus beurtheilen könne. In der That machte er uns auch dieſelben Zeichen an den für den Ritt beſtimmten Stieren und an 34 Monat alten Kalbin⸗ nen bemerklich. Die Küher erklärten, daß die jungen Kalbinnen, welche in die erſte Ordnung geſetzt worden waren, von Müttern herrühren, welche eine große Menge Milch geben. Ueber zwei prächtige Stiere, von der ſchönen Raſſe von Salers, beide gleich im Alter, im Haare und in der Größe, fällte Herr Guénon ein ſehr verſchiedenes Urtheil; während er den einen als gut in die

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