42 Viertes Kapitel.
nicht ſcharf von einander geſchieden ſind, ſondern durch zahl⸗ reiche Zwiſchenformen in einander uͤbergehen.
Geſtreckte Zellen ſind dieß gewoͤhnlich nur in der Rich⸗ tung des Pflanzengliedes, dem ſie angehoͤren, was man deutlich an dem Holze wahrnimmt. Auf dem Querſchnitte eines geſtreckten Pflanzengliedes(eines Stengels, einer Wur⸗ zel, eines Blattſtieles) erſcheinen daher alle Zellen mehr oder weniger gleich, und zwar den Zellen der Bienenwaben ſehr aͤhnlich(Fig. 8), nur nie ſo uͤbereinſtimmend und regelmaͤßig; man kann daher auf einem Querſchnitte Parenchym und Proſenchym nicht oder nur durch die Uebung an der Stelle, wo man ſie findet, unterſcheiden.
Bisher hatten wir es mit Zellgewebsformen zu thun, welche aus regelmaͤßigen, ſich gleichfoͤrmig ausdehnenden Zellen gebildet wurden. Es kommen aber zuweilen Zellgewebsformen vor, deren Zellen ſich hoͤchſt ungleichmaͤßig ausdehnen und demzufolge auch einander ungleichmaͤßig beruͤhren. Dadurch entſteht das unregelmaͤßige Zellgewebe(Fig. 9), von dem man als eine beſondere Form das ſternfoͤrmige(Fig. 10) hervor⸗ heben kann.
2. Von der Urſache des Zuſammenhanges der Zellen im Zellgewebe.
Die einzelnen Zellen des Zellgewebes werden durch einen verbindenden Kitt zuſammengehalten, den man Intercellular⸗ Gwiſchenzellen⸗) Stoff nennt. Er laͤßt ſich aber ſehr oft nicht nachweiſen, oder iſt wenigſtens auf eine ſehr geringe Maſſe reducirt. An manchen niederen Pflanzen, namentlich an Pilzen, Algen und Flechten, kommt dieſer Stoff jedoch in groͤßerer Maſſe vor und iſt hier vielleicht ſogar immer die Grundlage, in und aus welcher ſich die Zellen, aus denen
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