Druckschrift 
Das Wichtigste vom innern Bau und Leben der Gewächse : für den praktischen Landwirth faßlich dargestellt ; Mit 4 Steindrucktafeln / von E. A. Rossmäßler, ...
Entstehung
Einzelbild herunterladen

veifelhaft, ob en vier erſt⸗ Sauer⸗ und vorkommen⸗ ne 4 Stoffe ein wuͤrden. dieſe Faͤhig⸗ der Außen⸗ r⸗, ſo im hſten, mit enſtoff und

t in die der Wich⸗ en weiter ſtattzufin⸗

von den pern die zmachen, Flemente, enannten die ana-

Von den organiſchen Elementarſtoffen. 11

tomiſchen Elementartheile ſich bilden. Die wichtigſten dieſer organiſchen Elementarſtoffe find folgende.

1. Das Staͤrkemehl, Amylum, beſtehend aus ſehr kleinen, feſten, durchſichtigen Koͤrnchen(Figur 1). Sie ſind ſchwerer als Waſſer, in Alkohol unloͤslich, ſchwellen aber in ſieden⸗ dem Waſſer ſehr ſtark auf und bilden dadurch den bekannten Staͤrkekleiſter. Das Amylum hat die merkwuͤrdige Eigenſchaft und dadurch zugleich ein ſehr beſtimmtes Erkennungsmerkmal, durch Jodtinctur*) tief blau gefaͤrbt zu werden. Staͤrkemehl iſt der verbreitetſte organiſche Elementarſtoff der Pflanzenwelt, und man darf ſagen, daß bei weitem die meiſte von der Pflanze aufgenommene Nahrung zunaͤchſt in Staͤrkemehl uͤber⸗ gefuͤhrt wird, um ſpaͤter wieder aufgeloͤſt und zur Bildung neuer Pflanzenmaſſe verwendet zu werden. Hundert Theile Staͤrkemehl beſtehen aus 44,91 Kohlenſtoff(C), 6,11 Waſſer⸗ ſtoff(H) und 48,98 Sauerſtoff(0)**). Aus denſelben Ele⸗ menten(faſt nur in der Menge des Waſſerſtoffes von ein⸗ ander verſchieden) beſtehen auch die naͤchſtgenannten 4 Stoffe, wodurch, ſo wie durch die Leichtigkeit, womit ſie in einander uͤbergehen, ihre große Verwandtſchaft unter einander ſich erweiſ't.. Das Staͤrkemehl findet ſich vorzuͤglich in den Samen vieler Pflanzen, namentlich der grasartigen und Huͤlſen⸗Ge⸗ waͤchſe, in den Knollen(der Kartoffeln), im Marke ſehr vieler Gewaͤchſe(Palmen ꝛc.), uͤberhaupt in ſehr vielen Pflanzen⸗ gliedern faſt aller Pflanzen, wenigſtens zu gewiſſen Zeiten;

*) Jod, Jodine iſt einer von den 12 nicht metalliſchen chemiſchen Elementarſtoffen, der aus mehreren Seegewächſen gewonnen und in der Arzneikunſt namentlich als kropfwidriges Mittel angewendet wird.

*²) Dieſe Buchſtaben bilden die der Kürze wegen eingeführten che⸗ miſchen Bezeichnungen dieſer Elemente.