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Erſtes Kapitel.
dieſe Bewohner, indem jede neue Knospe einen ſolchen ent⸗ wickelt. Wir koͤnnen ja auch dieſe Bewohner von ihrem Stammſitze entfernen und durch Oculiren auf einen andern Wohnſitz gewaltſam verſetzen; ja wir koͤnnen auf einem Stamme durch Pfropfen und Oculiren eine ganze, ſehr ver⸗ ſchieden zuſammengeſetzte Geſellſchaft vereinigen, da es ein Leichtes iſt, auf eine Unterlage 10— 20 oft hoͤchſt verſchie⸗ dene Obſtſorten zu uͤbertragen, die ſich alle nach ihrer Eigen⸗ thuͤmlichkeit bilden und entwickeln, obgleich allen von der Unterlage dieſelbe Nahrung zugefuͤhrt wird. Wo faͤnden wir im Thierreiche etwas Aehnliches?— Dem Thiere koͤnnen wir keins ſeiner Gliedmaßen nehmen, ohne es zu verſtuͤmmeln, ohne ſeine Weſenheit zu zerſtoͤren, eben weil ſeine Weſenheit ſo ganz genau und ſcharf umſchrieben iſt und es ein ver⸗ lorenes Bein, Auge, Ohr nicht wieder erſetzen kann. Einem Baume koͤnnen wir, ohne ſeine Weſenheit zu ſtoͤren, Aeſte und Zweige nehmen, eben weil ſeine Weſenheit nicht in einer beſtimmten Zahl und Symmetrie derſelben begruͤndet iſt, im Gegentheil ſich derſelbe als eine ganze Welt von Einzelweſen, den ſich entwickelnden Knospen, darſtellt und ins Unbeſtimmte vermehrt, waͤhrend das Thier, wenn es einmal ausgewachſen iſt, ſich nicht mehr veraͤndert.
Im Winterſchlaf erleiden die Thiere, welche ihn haben, keine bemerkenswerthe Veraͤnderung. Dagegen befindet ſich im Winter ein Laubholzbaum in einem hoͤchſt eigenthuͤmlichen Zuſtande. Das Leben derjenigen Weſen, welche ihn im ver⸗ floſſenen Jahre bewohnten, iſt erloſchen, ſie ſelbſt ſind ver⸗ ſchwunden und haben in den Knospen ihre Nachkommen gewiſſermaßen in einem Eizuſtande hinterlaſſen, welche den Winter hindurch, in einem Scheintode gebunden, der Er⸗ weckung entgegenharren.
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