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Erſtes Kapitel.
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Vorläutige vergleichung der Prlanze mit dem Thiere.
Wenn es auch unleugbar ſehr nahe liegt, in der Erklaͤrung des Pflanzenlebens und ſeiner Erſcheinungen ſich bei dem uns bekannteren Thierleben vergleichenden Aufſchluß zu holen, ſo hat doch nichts ſo ſehr die Lehre vom Leben der Pflanze hemmend aufgehalten und auf Irrwege gefuͤhrt, als dieſes kuͤhne Deuten des Pflanzenlebens nach dem Thierleben. Wir tragen darum kein Bedenken, dieſen Satz an die Spitze der nachfolgenden Betrachtungen zu ſtellen, um gleich von vorn⸗ herein unſere Leſer recht nachdruͤcklich darauf hinzuweiſen, daß das Pflanzenleben durch und durch ein eigenthuͤmliches iſt. Das Thierleben hat fuͤr ſeine einzelnen beſtimmt um⸗ graͤnzten Thaͤtigkeiten(Empfindung, Bewegung, Ernaͤhrung, Athmung und Fortpflanzung) beſonders eingerichtete und immer nur je einer derſelben dienende einzelne Werkzeuge (Organe) oder fuͤr eine jener Thaͤtigkeiten beſtimmte Kreiſe von Werkzeugen(Organenſyſteme). So dient die Leber zur
Gallenbereitung, die Lunge der Athmung, ſo dienen die Roßmäßler Bau u. Leben d. Gewächſe⸗ 1


