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Kameralistische Encyclopädie : Handbuch der Kameralwissenschaften und ihrer Literatur für Rechts- und Verwaltungs-Beamte, Landstände, Gemeinde-Räthe und Kameral-Candidaten / von Edward Baumstark
Entstehung
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ſammenfaſſen des iſſenſchaft ²) hat

das Bedürfniß Vorbereitung fir ſchaft zu befrie⸗ ſenſchaft bezeich⸗ das griechiſchen ndes(Kreit) Wort von zas

iber den Zuſammen becken der Vernunft. ſenſchaften. Züllichau ſenſchaften. 2 Thle. haftskunde. 3te Aufl. der Wthenſchaften. der Wiſſenſchaften, ich 1817. mediziniſchen, phi⸗ e.

die.

e vollkommenſte, ngende, für ſich hedeutet nun 3Viſſeſchafts⸗ ten allgemeinen für ſich abge⸗ reis einer Wiſ⸗ ewiſſenſchaften, theilt ſie daher in a) allge⸗ 1.) und b) be⸗ §. 2. Note 2), meralwiſſen⸗ Darſtellung und eyelopäͤdie/ auch den Umfang und ichtet und alſo ber b) materi⸗ in der logiſchen ſchaft bald 5 erundet lehrt.

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1) Falck, juriſtiſche Encyelopädie. 2te Aufl. Kiel 1825.§. 23. 24. Dieſer will den Begriff von Encyelopädie auf die Einleitungswiſſenſchaft der Vorberei⸗ tungskenntniſſe beſchränken, und ſtüzt ſich deshalb auf die auch vorkommende Bedeu⸗ tung von xννααααχάααα, wo es ſo viel als allgemein heißt, und auf die Gewohnheit ſeit dem 17ten Jahrhunderte, die Vorbereitungskenntniſſe in einer eigenen Einlei⸗

rungswiſſenſchaft zuſammenzufaſſen. Allein jene Bedeutung jenes Wortes erklärt

ſich am natürlichſten aus ſeiner im Teyte erläuterten Zuſammenſetzung; dieſe frühere Einleitungswiſſenſchaft aber war, wie der Verf.§. 25. ſelbſt angibt, eine Metho⸗ dologie, und keine Encyclopädie. Darin, daß die Encyclopädie auch als Einleitungswiſſenſchaft gebraucht wird, liegt uur wieder ein Beiſpiel, wie man öfters eine Sache zu verſchiedenen Zwecken brauchen kann, ohne daß darum ihr Weſen und ihr erſter wahrer Zweck ſich verändert. Die Methodologie iſt die eigentliche Einleitungswiſſenſchaft, welche nothwendigerweiſe den logiſchen Zuſam⸗ menhang einer Wiſſenſchaft in ihren weſentlichen Theilen, und mit ihren Hilfs⸗ wiſſenſchaften darſtellen muß, ehe ſie den Anfänger lehrt, auf welche Art und Weiſe (Methode) er die Wiſſenſchaft zu betreiben hat. Weil nun die formelle Encyelo⸗ pädie von der Methodologie unzertrennlich iſt, ſo lange Letztere ihren Zweck erfüllen ſoll, und weil Encyclovädie und Methodologie in der Regel in einem Buche zugleich dargeſtellt werden, ſo hat man der Erſteren, abgeſehen von iyrer verſchie⸗ denen Behandlung, endlich auch den engeren Zweck und die engere Bedeutung der Lezteren untergeſchoben.

2) Man findet daher das Wort Encyclopädie auch gebraucht, wo über⸗ haupt, abgeſehen von der Ausdehnung des Inhaltes, von der Darſtellungsart und Form der Darſtellung, das geſammte Gebiet einer oder der Wiſſenſchaft dargeſtellt wird, und wo dies in Form eines Lexicons oder alphabetiſch geſchieht, z. B. die allgemeine Encyclopädie von Erſch und Gruber, die ökonomiſche Encyelovädie von Krünitz, die rranzöſiſche Encyclopèdie méthodique, u. dgl., welche mehr als 100 Bände erhalten, und immer noch fortgeſetzt werden können. Alllein aus dem Texte iſt erſichtlich, daß dieſer Gebrauch des Wortes einſeitig und unrichtig iſt.

§. 4. Zweck der Encyelopädie.

Der wahre Zweck der Encyclopädie iſt, als ein rein wiſſen⸗ ſchaftlicher, jene kurze ſyſtematiſche Darſtellung des geſammten Gebietes einer Wiſſenſchaft, zum Unterrichte für Anfänger. Welche weitere, praktiſche oder methodologiſche, Zwecke mit ihr er⸗ zielt werden, das kann ihr Weſen an ſich und ihren Begriff nicht, wohl aber ihren Inhalt verändern. Iſt der Zweck des Studiums derſelben ein mehr praktiſcher, ſo will man ſich allgemeine Kennt⸗ niſſe in einer Wiſſenſchaft verſchaffen, und die Encyclopädie muß eine materielle ſein. Iſt der Zweck ihres Studiums aber ein rein wiſſenſchaftlicher, ſo kann ſie entweder als Einleitungs⸗ wiſſenſchaft in Verbindung mit der Methodologie, oder auch als Schlußwiſſenſchaft der akademiſchen Studien, angewendet werden. In dieſen Fällen genügt die formelle Encyelopädie, als ein lo⸗ giſches Zuſammenfaſſeu der Einzelwiſſenſchaften in ein organiſches

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