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Praktischer Unterricht in Wiesen-Wässerungs-Anlagen : ... mit Vorausschickung der Lehre im Nivelliren, in Absicht auf Wiesen-Wässerung ; nebst 86 erläuternden Zeichnungen / Von Robert Wehner ...
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Wehre, Schleuſen ꝛc. aber die ſchleunigſte Anzeige bei der Gutsverwal⸗ tung machen. Derſelbe iſt gehalten, für jeden durch ſeiner Seits ver⸗ nachläſſigte Aufſicht und Pflege den Wieſen entſtandenen Schaden und Nachtheil mit ſeinem Lohne zu haften; bei öfter vorkommenden Fahr⸗ läſſigkeiten iſt er von ſeinem Dienſte zu entlaſſen. Niemals ſoll er ſich durch Drohungen, Ueberredung, Verſprechungen und Geſchenke von fremden Perſonen, die das Waſſer für ihren Nutzen begehren, verleiten laſſen, den Wieſen das letztere zu der für dieſelben günſtigen und be⸗ ſtimmten Wäſſerungszeit zu entziehen.

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V. Abſchnitt. Allgemeiner Koſtenanſchlag von Wieſenbauten.

§. 112. Vorbemerkungen.

Jeder Gutsbeſitzer, der ſeine zu Wäſſerungen geſchickt gelegenen Wieſen behufs derſelben bauen zu laſſen beabſichtigt, wünſcht zunächſt eine Ueberſicht des erforderlichen Kapitals zu haben.

Das Vorurtheil, daß die Anlagekoſten im Vergleich zu dem zu er⸗ wartenden Ertrage zu hoch ſeien, findet ſich bisweilen noch vor, wozu die hin und wieder geſchehenen Mißgriffe, und Ausführungen durch der Sache nicht kundige Bauunternehmer, Veranlaſſung geben.

Es giebt Anlagen, die nicht nur das Doppelte, ſondern das Drei⸗ und Vierfache der Summe verzehrten, die bei Umſicht und richtig an⸗ gewendeter Technik für dieſelbe Fläche hätte ausreichen müſſen.

Da in der Regel die beim Bau angeſtellten Arbeitsleute in den vorkommenden Manipulationen nicht geübt ſind, ſondern von dem aus⸗ führenden Meiſter, der deshalb nicht blos Theoretiker ſein darf, dieſelben zu erlernen haben; ſo betragen wegen des langſamern Fortſchreitens der Arbeiten die Koſten der erſten Morgen weit mehr als der letzten.

Unter gleichen Terrain⸗Verhältniſſen kommt bei 100 Morgen der

einzelne in der Regel% bis billiger zu ſtehen als bei einer Fläche von nur 5 bis 10 Morgen.*

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§ 114. gfe

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