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und aufbewahren kann. Eine Numerirung derſelben iſt hinreichend, ihren beſtimmten Platz immer wieder aufzufinden. Vor jeder Wäſſe⸗ rung müſſen die Schleuſen genau unterſucht werden, ob ſie zur Erfül⸗ lung ihres Zweckes tauglich gehlieben ſind.
Ein großer Feind der Wäſſerungswieſe ſind die Maulwürfe und Mäuſe. Auf einer fleißig gewäſſerten Wieſe kommen ſie ſeltener vor, ziehen ſich aber in die Dämme und Ufer der Zuleitungsgräben zurück, wo ſie vom Waſſer weniger erreicht werden.
Aber auch da ſind ſie ſehr nachtheilig. Sobald ſie ſich zeigen, müſſen ſie ohne Säumniß gefangen oder vertilgt, ihre Gänge und Lö⸗ cher aber gut verſtopft werden. Dringt das Waſſer in ſie ein, ſo greift es raſch um ſich, und richtet große Verheerungen an.
§. 110. Räumung der Gräben.
Ein ſehr wichtiger Gegenſtand iſt die Inſtandhaltung der Grã⸗ ben. In ihnen legt ſich während der Wäſſerung ein großer Theil der Düngerſtoffe, namentlich der gröberen nieder. Nicht nur dieſes, ſondern auch das ſtarke Wachsthum des Graſes an den Borden (namentlich bei der Berieſelung), bisweilen in der Sohle ſelbſt, be⸗ wirken, daß die Dimenſionen der Gräben bald nicht mehr die an⸗ fänglichen ſind. Vorzüglich iſt dies bei den kleinen Wäſſerungsgrä⸗ ben der Fall. Jedesmal vor der Herbſtwäſſerung iſt eine Durchſicht aller Gräben zu veranlaſſen. Die kleinſten bis zu denen, die 1 Fuß breit und ½ Fuß tief ſind, müſſen jeden Herbſt gleich nach dem letzten Schnitte ausgeputzt, und meiſt um ihre graden Richtungen bleibend zu erhalten, mit Schnur und Beil an den Ufern geſchlitzt werden. Das Beil muß bei dieſer Arbeit ſehr ſcharf ſein, damit es die überhangenden Graspüſchel durchſchneidet, ohne die Ufer über die geſetzliche Breite des Grabens hinaus anzugreifen.
Die Transportgräbchen bei einem Berieſelungshange von vielem Gefälle, werden in lockerem Boden nach und nach tief ausgewaſchen, weshalb es noch nothwendig iſt, ſie alle 2 oder 3 Jahre um ein Paar Fuß links oder rechts zu verlegen. Die alten werden ausgefüllt, und mit den aus den neuen gewonnenen Raſen bedeckt.
Bei den größeren Gräben iſt das Ausräumen nur alle zwei oder drei Jahr erforderlich, wenn nicht etwa dieſelben durch öͤfteres Wäſſern mit ſchlammichtem Waſſer zu viel Niederſchlag empfangen haben. Die⸗


