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Praktischer Unterricht in Wiesen-Wässerungs-Anlagen : ... mit Vorausschickung der Lehre im Nivelliren, in Absicht auf Wiesen-Wässerung ; nebst 86 erläuternden Zeichnungen / Von Robert Wehner ...
Entstehung
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keinen Nachtheil bringen, müſſen bei den in Rede ſtehenden gänzlich wegfallen.

Man iſt an den meiſten Oeten gewohnt, nach der letzten Schur die Wieſen zur Viehweide zu benützen. Eine Wäſſerungsfläche geſtattet

dies nur den Schaafheerden; Rindvieh, Pferde, ſo wie Schwarzvieh,

müſſen ganz von ihr abgehalten bleiben. Die erſteren treten vermöge ihrer Schwere die Grabenborden zuſammen, ſo wie auch Vertiefungen in die Oberfläche, in welcher dann das Waſſer zurückgehalten wird, und ſchlechte Gräſer erzeugt.

Sobald im Herbſt Gelegenheit zur Hauptwäſſerung geboten iſt, muß jede Viehhut aufhören.

Eine mittelbare Störung verurſacht das Mähen nach derſelben Richtung. Auch die beſten Arbeiter laſſen Kämme von höheren Gras⸗ ſtoppeln hinter ſich. In dieſem lagert ſich immer mehr Dung ab, als da, wo der Schnitt tiefer geführt wurde. Daraus entſtehen Unebenhei⸗ ten, die mit der Zeit ſehr merklich werden. Es iſt deshalb den Mähern zur Regel zu geben, daß ſie ſtets mit der Richtung ihrer Gänge beim Schneiden wechſeln.

Im Siegenſchen wird meiſt das Heu nicht von der Wieſe gefah⸗ ren, ſondern getragen. Die dort ſehr ins Kleine gehende Flächenpar⸗ cellirung macht dies ſtatthaft. Beim größern Beſitz iſt dies unmöglich. Wenn einige Hauptfahrten beim Bau berückſichtigt ſind, ſo iſt der Scha⸗ den, der durch die Abfuhre gemacht wird, bei Vorſicht nicht beträchtlich, und leicht auszubeſſern. Breite Felgen an den Rädern und Rindvieh⸗ geſpann ſind ſehr anzurathen. Schon wegen ſchnellerer Abtrocknung des Heues, ſodann wegen der Ahfahrt iſt es nothwendig, daß zur Erndte⸗ zeit die Wiefe ſo trocken als möglich erhalten wird.

Niemals muß über Gräbchen nach ihrer Länge hin gefahren wer⸗ den, ſondern mehr rechtwinkelig. Die entſtandenen Gleiſe ſind bald mit Boden oder Raſenſtückchen wieder auszubeſſern.

Unbefugtes Fahren, Reiten, Gehen, namentlich das Bilden von Fußſteigen ſind ſtreng zu verhüten.

Eine ſorgfältige Aufmerkſamkeit verlangen die Schleuſenbauten. Sie ſind frevelhaften Verletzungen und dem Diebſtahl am meiſten blos⸗ geſtellt. Deshalb iſt es gut, wenn wenigſtens die kleineren Schleuſen und Stauapparate, die in der Nähe von Wegen ſind, ſo eingerichtet

werden, daß man die Schutzbretter außer der Wäſſerungszeit ausheben

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