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Sie iſt eine etwa 3 ½ bis 4 Fuß lange blechene Röhre von 1 ½ bis 1 ½ Zoll Durchmeſſer; auf jedem Ende ſteht, als Verlängerung der Röhre, eine kleinere von 2 bis 3 Zoll Höhe im rechten Winkel; in jeder derſelben iſt, ein oben und unten offener gläſerner Cylinder eingepaßt und waſſerdicht verkittet, etwa%¾ Fuß hoch; in der Mitte der langen Röhre, auf der entgegengeſetzten Seite der rechtwinkelig aufgeſetzten Cy⸗ linder, iſt eine koniſch gearbeitete blechene Hülſe, 3 bis 4 Zoll lang, an der Oeffnung von 1 ½ Zoll Durchmeſſer, ſenkrecht angebracht.
Zu dieſer Röhre gehört ein 4 bis 4 ½ Fuß hoher ſtarker, unten mit einem eiſernen ſpitzen Schuh beſchlagener Stock, welcher oben ſo ausgeſchnitten iſt, daß er genau in beſagte Hülſe paßt, aber auch die Röhre ſelbſt mittelſt letzterer am Stocke mit Leichtigkeit im Kreiſe herum bewegt werden kann.
Der Stock wird beim Gebrauch perpendiculäͤr feſt in die Erde ein⸗ geſtampft, welches auf dem Wieſenboden ſehr wohl angeht, die blechene Röhre mittelſt der Hülſe oben aufgeſteckt, und bis zu ¾ der Gläſer mit Waſſer gefüllt.
Die auf Tafel I. befindliche Fig. 1.(a die Röhre mit den Glä⸗ ſern, b der Stock) wird dieſes Inſtrument mehr verdeutlichen. Die Linie xy, welche durch die Waſſeroberflächen in den Gläſern geht, iſt nebſt ihrer Verlängerung ſowohl bei fenkrechtem als ſchiefem Stande des Pfahls und der Wage horizontal.
Nekben dieſem Werkzeuge bedürfen wir noch der Latte Fig. 2. Sie iſt von gut getrocknetem Tannen⸗ oder Kieferholz geſchnitten„ 1 Zoll ſtark, 2 Zoll breit, und 1 Ruthe, d. i. 12 Werkſchuhe lang; letztere ſind nebſt den Zollen und deren halben Theilen auf der Kehrſeite genau ver⸗ zeichnet. Dieſe Bezeichnung geſchieht durch Anſtrich mit Oelfarbe ſo, wie auf der Fig. 2. erſichtlich. Oben und unten iſt die Latte mit dün⸗ uem Eiſenblech beſchlagen. Bei a ſind leicht bewegliche Rädchen, um welche die Schnur b angeſpannt wird, deren Enden an der Tafel o mittelſt eiſerner Schlingen feſtgeknüpft ſind. Dieſe Tafel o iſt ein dün⸗ nes Brettchen, 1 Fuß ins Gevierte, auf der vordern Seite, wie die Fi⸗ gur zeigt, ſchwarz und weiß mit Oelfarbe angeſtrichen. Dieſes Brett⸗ chen iſt durch die eiſerne oder meſſingene Hülſe d ſo an die Latte befe⸗ ſtigt, daß es gut anſchließt, aber auch mit der Schnur b leicht an letz⸗ terer auf und abgezogen werden kann. Die untere Kante der Hülſe muß genau mit der Linie Xy auf der Fronte der Tafel übereinſtimmen. Das
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§.9.
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