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Gründen muß letztere ſtets der erſteren vorangehen. Auch die zu einer künſtlichen Bewäſſerung nicht geſchickten Gebiete müſſen vorerſt von dem im Boden haftenden ſchäblichen Waſſer— welches nur das Emporkom⸗ men ſchlechter Grasarten befördert— durch zweckmäßig angelegte Ab⸗ zugsgräben befreit werden, ehe eine qualitative und quantitative Ver⸗ beſſerung auf anderem Wege— durch Dungmittel ꝛc.— möglich iſt. Wie verſchieden der Urſprung dieſer verderblichen Feuchtigkeit iſt, und welche Mittel zu ihrer Ableitung dienlich ſind, davon werden weiter un⸗ ten folgende§.§. handeln.
Das Gedeihen guter Wieſenpflanzen erheiſcht eine gewiſſe Abwech⸗ ſelung in der Feuchtigkeit und Trockenheit des ſie erzeugenden Bodens. Dieſen wohlthätigen Wechſel bietet uns die Natur nicht immer dar, wie wir es wünſchen; aber durch künſtliche Anſtalten— Be⸗ und Entwäſ⸗ ſerung— können wir ihn in unſere Macht und Willkür bringen.
Das Waſſer an und für ſich, ohne alle Beimiſchung, bedingt ſchon das Leben der Wieſenpflanzen. Der Gärtner erfriſcht ſeine dürſtenden Kräuter und Blumen mit Waſſer; durch Wäſſerung können wir der Wieſenflur eine gleiche Wohlthat zuwenden.
Es kommt nun noch hinzu, daß das Waſſer meiſt animaliſche vegetabiliſche oder mineraliſche Dungſtoffe mit ſich führt, die ſich auf der Wieſenoberfläche anſetzen, und den Humusgehalt und ſomit die Er⸗ zeugungsfähigkeit des Bodens vermehren. Eine Wäſſerungswieſe kann in den meiſten Fällen alles aus dem Betriebe der Wirthſchaft hervor⸗ gehenden Düngers entbehren, und ſelbigen ganz dem Acker überlaſſen. Die Productionskräfte jener finden durch den Niederſchlag des aufge⸗ wendeten Waſſers hinreichende Nahrung.
Das Waſſer wirkt ferner unter dem ungehinderten Zutritt der Luft d. h. bei dem zeitgemäßen Zu⸗ und Abwenden deſſelben, als Auflöſun 3. mittel der verſchiedenen Humusgehalte. Die regelrechte Benutzung 48 ſelben ſchützt die Gräſer vor den ſchädlichen Einflüſſen der Temperatu und entfernt endlich Moos und andere Unkräuter, ſo wie die 1 Geus⸗ ani zerſtörenden Thiere. Alle Gewäſſer aber ſind, vermöge der— eſennhe ce Subſtanzen, nicht von gleicher Wirkung auf den
Das vorzüglichſte Waſſer enthält unſtreitig der mehre Felder und De te durchſtrömende Fluß oder Bach; er hat in ſeinem Laufe eine Menge Dungſtoffe aufgenommen, und iſt meiſt von milder Temperatur.
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